Point & Figure Charts (Teil 3 von 3)
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 19. September 2008, 16:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leser,
nachdem ich Ihnen letzte Ausgabe an dieser Stelle etwas ausführlicher verschiedene Prinzipien von P&F Charts vorgestellt habe, möchte ich Ihnen heute abschließend eine Reihe von Möglichkeiten zeigen, wie Sie P&F Charts sinnvoll einsetzen können.
1. Bestätigung von Ausbruchssignalen
Sie haben auf einem „herkömmlichen" Chart einen Ausbruch entdeckt und suchen nach einer Möglichkeit zu überprüfen, ob dieser Bestand hat? P&F Charts eignen sich hierzu sehr gut! Und wer möchte, kann dazu auch noch Volumina betrachten. Sind diese mindestens zwei mal so stark wie sonst und es liegt ein Ausbruch in den Charts vor, dann haben Sie mit dieser Methodik eine deutlich höhere Bestätigung, als wenn Sie nur die Ausbrüche auf den herkömmlichen Charts handeln. Warum? Sie erinnern sich an die letzte Ausgabe? Point & Figure Charts blenden unwesentliche Bewegungen aus. Zeigen also ein P&F Chart und der herkömmliche Chart eine übereinstimmende Bewegung, so lässt sich berechtigermaßen annehmen, dass die vorliegende Ausbruchsbewegung eine entsprechend gewichtige Bedeutung hat.
2. Stop Loss Marken
Point & Figure Charts eignen sich ebenfalls sehr gut um Stop Loss Marken zu setzen (an Stellen potentieller Bodenbrüche, also dort, wo die folgende Säule Os eine vorhergehende O-Säule unterschreiten würde). Somit haben Sie die Möglichkeit Ihren Positionen gut Spielraum zu geben und trotzdem einen vernünftigen Stop gesetzt zu haben.
3. P&F Charts bieten weitaus mehr als nur Aktienkurse
Mittels Point&Figure Charts lässt sich weitaus mehr als nur Aktienkurse darstellen. Die Methodik lässt sich auf Devisen, Fonds, Indizes, relative Stärke und eine ganze Reihe weiterer Dinge anwenden und bietet letztlich ein Modell, welches es ermöglicht, tief in den Markt hineinzusehen. Dies werde ich in Zukunft Stück für Stück mit Ihnen immer weiter aufgreifen.