Bill Bonner ist einer der anerkanntesten Finanzexperten der USA und Bestseller-Autor. Bei uns schreibt er regelmäßig im Börsen-Newsletter Kapitalschutz Akte.
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Weitere Börsenthemen
vom
All das in meinem vorigen Beitrag Gesagte ist offensichtlich und nicht wirklich erwähnenswert. In einer besseren Welt würden wir alle wissen, was Sache ist. Und wir könnten vorhersagen, was als nächstes passieren würde: die Fehler würden abgeschrieben, es gäbe Pleiten und Zwangsversteigerungen, aber dann wären die Fehler auch weg....
...und dann könnte die Wirtschaft wieder aufstehen, den Staub abklopfen und wieder an die Arbeit gehen.
So war es bisher. Der erste amerikanische Tiefstand war im Jahre 1819. Der Baumwollpreis kollabierte. Bauernhöfe wurden zwangsversteigert. Banken scheiterten. Vorbei war es dann 1821, also 2 Jahre später.
Dann kam die große Panic von 1837. New Yorker Börsenmaklerfirmen gingen unter. Die Preise für Bauernhöfe brachen zusammen. Der Präsident einer Bank verübte Selbstmord. Aber es war 1843 vorüber, 6 Jahre später.
Die Panik von 1857 wurde durch den Bankrott der „Ohio Life Insurance" und der „Trust Company" ausgelöst. Eisenbahn-Spekulanten waren ruiniert. Aktien abgestürzt. Fast 1.000 Firmen gingen Pleite. Die daraus resultierende Depression war hart, aber kurz. Der Aufschwung begann zwei Jahre später.
Die Panik von 1873 führt zu einem Tiefstand von 5 Jahren. Die Panik von 1893 schlug sogar noch härter zu, mit einem Wall Street Crash, 16.000 Insolvenzen und einer Arbeitslosenquote von 15%. Vier Jahre später lief die Wirtschaft wieder rund.
Die Nachwirkungen des 1. Weltkrieges brachten den Tiefstand von 1921. Mit den vielen Maßnahmen war er so schlimm, wie die „Great Depression". Aber er war kurz, zwei Jahre später war alles vorbei.
Dann kam die „Great Depression" selbst, die Weltwirtschaftskrise. Was machte sie so groß? Die Fed und die US-Regierung! Bis in die 1930er Jahre ließen die Regierungsvertreter die Wirtschaft für sich selber sorgen. Zinsen? Sie wurden von Käufern und Verkäufern selbst festgelegt und nicht von für die Regierung arbeitenden Ökonomen. Währungspolitik? Finanzpolitik? Es gab keine.
Wenn eine Korrektur anstand, dann übernahm das der Markt, und er korrigierte die Fehler des vorigen Booms. Der Müll wurde hinweggespült...und dann ging es weiter!
Selbst noch in den 1930er Jahren riet Andrew Mellon, Sekretär des US-Finanzministeriums, Präsident Hoover alles zu „liquidieren". Sein Plan war es, der Korrektur eine helfende Hand zu reichen. Anstatt darauf zu warten, dass die Korrektur ihre Arbeit erledigen, würde er selber die Abrissbirne schwingen.
Das ist exakt das, was er in den 1920er Jahren getan hatte. Auch 1921 war er Finanzminister. Und anstatt den Einbruch von 1921-1923 zu bekämpfen, unterstützte er ihn auf seine Art. Anstatt von „antizyklisch stimulierenden" Maßnahmen brachte er der Nation „prozyklische" Maßnahmen. Das heißt, er hat die Staatsausgaben nicht erhöht, um die Konjunktur anzukurbeln, sondern sie gekürzt, damit das Geld in den Händen der Verbraucher, Investoren und Geschäftsmännern bleibt.
Und es funktionierte. Kaum 24 Monate nach dieser großen Depression war es vorbei und die Arbeitslosenquote sank wieder auf 5%.
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- Kommentar von rolf bichsel
das wollen sie zurück haben, herr bonner, die leichenberge von zwei weltkriegen,atombombenabwürfe,keine sozialsysteme, nacktes überleben der stärkeren,ich hoffe sie meinen diese scheisse nicht ernst,herr bonner
Antworten- Antwort von Monetenmann:
@Rolf Bichsel: All das lässt sich gar nicht verhindern, nur hinauszögern und intensivieren, indem man die Fallhöhe der aufgetürmten Forderungen/Schulden optimiert. Die Geschichte der Menschheit ist die um Eigentum (begrenzter Raum) und Zins (begrenzte Zeit).
- Antwort von rolf bichsel:
an monetenmann, sie haben recht, es geht immer um die wurst,aber vielleicht gibt es da auch noch etwas anderes,hoffe ich wenigstens