Redaktion Jürgen Schmitt, Katja Sell in Insider Daily zum Thema Dax 30
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die Pharmabranche erweist sich hierzulande trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen aufgrund der Euro-Schuldenkrise als äußerst robust. Wie der Quartalsbericht des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer zeigt, lief das abgelaufenen Quartal für die Leverkusener äußerst zufriedenstellend.
Die Zahlen des Pharmaunternehmens Bayer zum zweiten Vierteljahr lassen die Herzen der Investoren doch etwas höher schlagen. Die Leverkusener vermeldeten gestern einen neuen Rekordwert beim Umsatzzuwachs. Der starke Geschäftsverlauf im zweiten Vierteljahr macht zuversichtlich hinsichtlich der weiteren Entwicklung im laufenden Fiskaljahr, denn Bayer erhöhte im Zuge der Quartalsmeldung die Prognose für das Gesamtjahr 2012.
Neuer Rekordwert beim Konzernumsatz
Der in Leverkusen ansässige Pharma- und Chemiekonzern steigerte im Zeitraum April bis Juni dieses Jahres den Umsatz um 10 Prozent von 9,25 Mrd. Euro im Vorjahr auf nun 10,2 Mrd. Euro und erreichte damit einen neuen Rekordwert. Wie der Vorstandsvorsitzende Dr. Marijn Dekker mitteilte, verzeichneten die beiden Teilbereiche CorpScience und Healthcare starke Zuwächse und konnten sowohl beim Umsatz als auch im operativen Bereich neue Spitzenwerte im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erreichen.
Das EBITDA vor Sonderposten stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 2,035 Mrd. Euro um 6,7 Prozent auf rund 2,2 Mrd. Euro an. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres jedoch von 1,273 Mrd. Euro um 41 Prozent auf 750 Mio. Euro. Das Konzernergebnis verringerte sich wegen Sonderaufwendungen für Rechtsfälle und Umbaumaßnahmen in Höhe von rund 800 Mio. Euro um 34 Prozent auf 494 Mio. Euro.
Gesamtjahresumsatz soll um 4 bis 5 Prozent steigen
Dank des hervorragenden Umsatzwachstums und des kräftigen Anstiegs des operativen Gewinns steuert der Pharma- und Chemieriese Bayer im Gesamtjahr 2012 einen Umsatzanstieg von vier bis fünf Prozent auf 39 bis 40 Mrd. Euro an, nach bisher geplanten 37 Mrd. Euro - allerdings ist diese Prognose bereits um Währungseffekte sowie um Firmenkäufe und -verkäufe bereinigt. Wie Bayer mitteilte, sei beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sonderposten (EBITDA) mit einem Anstieg im oberen einstelligen Prozentbereich zu rechnen. Für das bereinigte Ergebnis je Aktie rechnet der Konzern mit einer Steigerung um etwa 10 Prozent. Für den Pharmamarkt erwartet Bayer in 2012 zwar nur noch ein Wachstum im unteren einstelligen Prozentbereich. Der Konzern hofft aber auf Wachstumsimpulse in den Schwellenländern wie China, Russland, Indien und Brasilien.
Ich wünsche Ihnen einen guten Börsentag.
Ihre
Katja Sell