Pfizer hat Probleme mit Harmonisierung der Lagerhaltung: Jahresprognose gesenkt
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 04. September 2003 18:00 Uhr
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Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer hat seine Prognose für den Nettoertrag im laufenden Geschäftsjahr um rund ein Fünftel gesenkt. In Folge einer Anpassung der Lagerbestände nach der Übernahme der Pharmacia Group werde nun ein Überschuss von 70 Cent je Aktie, statt der bisher genannten 86 Cent erwartet.
Der Hintergrund: Pfizer und Pharmacia hatten nach der Übernahme ihre "Lagerhaltungs-Politik" harmonisiert. Pharmacia hatte seine Produkte in der Regel zwei Monate gelagert, während bei Pfizer nur zwei Wochen gelagert wurde. Nun hat sich herausgestellt, dass die Kosten für diese Anpassung höher als erwartet ausfallen werden.
Für das kommende Geschäftsjahr 2004 hat Pfizer (zunächst) seine Prognose bekräftigt. Pfizer will 2004 einen Gewinn von 1,77 US-Dollar je Aktie erzielen. Bereits im zweiten Quartal hatte Pfizer wegen der Übernahmekosten einen Verlust von 3,6 Mrd. Dollar ausgewiesen. Die Übernahme von Pharmacia hatte ein Volumen von 60 Mrd. $.
Solche "Harmonisierungskosten" sind nach derart großen Übernahmen normal. Soweit kein Grund zu einer nachhaltigen Besorgnis. Wichtig ist, wie schnell die Synergieeffekte genutzt werden und die Integration voranschreitet. Abwarten.