Performance
Henrik Voigt in DAX Daily
vom 4. Januar 2011, 08:30 Uhr
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gestern hatte ich einen Blick auf die DAX-Performance im abgelaufenen Börsenjahr geworfen und festgestellt, dass diese mit plus 16 Prozent in 2010 nach plus 24 Prozent in 2009 wirklich zufriedenstellend ausgefallen war. Es gab allerdings eine ganze Reihe von Indizes, die noch deutlich mehr geschafft haben. Schauen wir uns die einmal an.
Die besten Börsen in 2010 waren allesamt eher exotische und hierzulande wenig bekannte Märkte. So schaffte die philippinische Börse ein Jahresplus von fast 60 Prozent. Thailand, Peru und Chile legten ebenfalls um die 50 Prozent zu. Freilich alles in Landeswährung gerechnet – die Performance in Euro, Dollar oder Gold gerechnet liegt mir leider nicht vor, wäre aber für eine bessere Vergleichbarkeit aussagekräftiger.
Und nun zu den Börsenverlierern in 2010: Hier bilden die europäischen Schuldensaaten wenig verwunderlich die Spitze des Eisberges. Die griechische Börse verlor 40 Prozent in 2010, Spanien 20 Prozent. Italien, Portugal und Ungarn büßten ebenfalls zweistellig ein. Da alle diese Börsen (außer Ungarn) in Euro notieren, ist die Performance auch sehr gut vergleichbar. Speziell wenn ich diese Verluste sehe, dann wird mir klar, dass es auch für den DAX hätte anders kommen können. Glück gehabt, dass der deutsche Aktienmarkt mit seiner soliden Basis eher Fluchtburg für andere europäische Großanleger war und nicht in Sippenhaft für die anderen europäischen Schuldenstaaten genommen wurde. Und keine schlechte Ausgangslage für 2011, denn an diesem Umstand dürfte sich so schnell nichts ändern.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Carolus Magnus (04.01. 2011 13:07 Uhr):
Glück gehabt, dass der deutsche Aktienmarkt mit seiner soliden Basis eher Fluchtburg für andere europäische Großanleger war und nicht in Sippenhaft für die anderen europäischen Schuldenstaaten genommen wurde. Und keine schlechte Ausgangslage für 2011, denn an diesem Umstand dürfte sich so schnell nichts ändern. Ich rechne im 4. Q. 2011, spätestens aber 2012 mit der Einführung der Euro Bonds. Öffentlich durch die eingebundenen Medien wird er zwar als "vom Tisch" verkauft, bei inoffiziellen Gesprächen der Regierungsoberhäupter jedoch bleibt er ein Dauerthema. Was das für die deutschen Zinsen und den DAX bedeutet, ist selbstredend.
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