Panik an der Börse in China
Rüdiger Maaß in Wave Daily zum Thema Global Anlegen
vom 04. Juni 2007 13:00 Uhr
ENL5454
Lieber Wave Daily Leser,
ich hoffe, dass Sie ein angenehmes Wochenende erlebt haben. Die Schlagzeilen in den News beschäftigen sich mit den Kursverlusten an Chinas wichtigsten Handelsplatz in Shanghai. Es war der stärkste Absturz seit Ende Februar. Der Shanghai Composite Index verlor 8,26 Prozent und schloss bei 3670 Punkten.
Wir wollen uns heute gemeinsam herausfinden, ob der Kursrückfall in Shanghai mit den Elliottwellen harmoniert oder ihnen widerspricht.
Es ist immer wieder erstaunlich, dass wir an der Börse häufig über Fibonaccizahlen stolpern. Die Börse in Shanghai fiel um etwas mehr als 8 Prozent. Die Fibonaccifolge lautet: 1 1 2 3 5 8. Die sechste Fibonaccizahl ist die 8 und mit dem Kursrückgang in China identisch.
Den Chart habe ich nur mit den notwendigen Details versehen. Bemerkenswert ist, dass die Ausdehnung der dritten Welle 267 Prozent beträgt. Die Fibonacciverhältnisse für Ausdehnungen lauten: 100 %, 161,8 % und 261,8 %. Denken Sie an einen Zufall, wenn eine Trendwelle nur mit wenigen Prozent Abweichung von Fibonacciverhältnis endet?
Diese Verhältnisse treten so oft auf, dass ich einen Zufall für hoch unwahrscheinlich halte.
Die Welle 4 hat einen Rücklauf von 23,77 Prozent. Der Index hat zwar nicht den gewöhnlichen Rücklauf von 38,2 Prozent erreicht, aber das Fibonacciverhältnis von 23,8 Prozent nur um 0,03 Prozent verfehlt. Wir haben einen weiteren Hinweis dafür gefunden, dass diese goldenen Verhältnisse auch in China die Gültigkeit besitzen.
Sehen wir uns einmal die Welle 5 an. Die gewöhnliche Ausdehnung einer fünften Welle liegt bei 61,8 Prozent. Dieses Verhältnis wurde überschritten. Trotzdem ist etwas bemerkenswerter geschehen. Erinnern Sie sich noch an die Fibonaccizahlenreihe?
1,1,2,3,5,8,13,21,34,55,89 usw.
Der Markt hat bei der Fibonaccizahl von 89 ein Hoch gefunden.
Nun stellt sich natürlich die Frage: „Wie kann man ein solches Ereignis im voraus herausfinden?" Ich glaube, dass noch viele Entdeckungen im Bereich der Fibonacciverhältnisse an der Börse auf uns warten. In Ausnahmefällen gibt es Wellen, die sich viel stärker als 61,8 % entwickeln. In den meisten Fällen wissen wir aber, dass mit starken Kursverlusten zu rechnen ist, wenn der Markt sich über das goldene Verhältnis (61,8 %) hinausentwickelt.
Ich danke Herrn R.N. Elliott und Herr Fibonacci für ihre grandiosen Entdeckungen.
