Palladium notiert noch 70% unter Höchstkursen
Profit Radar
vom 23. April 2007 19:00 Uhr
ENL5462
Das wissen natürlich auch die Politiker der Emerging Markets. Und deshalb wird die Nachfrage nach Katalysatoren zwangsläufig ansteigen. Für die Herstellung von Kats wird neben Palladium vor allem das inzwischen deutlich teuere Platin eingesetzt. Der Grund findet sich in der Historie der beiden artverwandten Edelmetalle.
Zwischen 1998-2001 legte Palladium, damals der bevorzugt Katalysatoren-Rohstoff, einen gewaltigen Höhenflug hin, der den Palladium-Preis auf über 1.000 US$/Unze hebelte. Daraufhin wechselten viele Autobauer zum damals deutlich günstigeren Platin. Inzwischen hat sich das Bild komplett umgedreht. Platin ist mit der Rohstoff-Hausse stark angestiegen und notiert inzwischen bei über 1200 US$. Palladium ist hingegen stark zurück geblieben. Tatsächlich notiert Palladium heute, im Gegensatz zu fast allen Edel- und Industriemetallen, noch 70% unter seinen Höchstständen.
Ich gehe deshalb davon aus, dass die Autobauer in den kommenden Jahren wieder von Platin zu Palladium zurückwechseln werden. Und das gilt vor allem für die Autobauer in den Emerging Markets. Denn dort müssen die Autos für den Massenmarkt ja deutlich billiger sein, als hier in Deutschland. Sonst kann sich die Masse der Menschen dort ja kein Auto leisten.
Und bei den Kats liegt können die Autobauer eben Kosten einsparen, wenn sie bei der Produktion zu Palladium wechseln.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi
ähnliche Beiträge:
- Palladium – Jahresrückblick 2010
- North American Palladium wird 2010 wieder zum Produzenten
- Investment-Run auf Palladium
- Konjunkturdaten Deutschland
- Platin Nachfrage stark - Angebot wächst nur langsam
- Fortsetzung: mit dem ADX die Palladium Trendstärke messen
- Meine aktuelle Einschätzung zu Palladium und Platin
- Wissenswertes zu Palladium
- Feierabend für rasende Frösche!
Artikel weiterempfehlen