Palladium – das Angebot
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 16. Februar 2011, 20:00 Uhr
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Was Palladium vor allem zugute kommt, ist, dass sich der Angebotsüberschuss im vergangenen Jahr deutlich veringert hat (und sogar viel deutlicher als bei Platin). Johnson Matthey geht davon aus, dass sich der Angebotsüberschuss im vergangenen Jahr auf 45.000 Unzen reduziert hat, nach 780.000 Unzen in 2009. Dies ist vor allem der starken Nachfrage zu verdanken.
Für 2011 und insbesondere für das kommende Jahr 2012 könnte sich die Angebotssituation aber noch drastisch verschärfen und das nicht nur aufgrund der wachsenden Nachfrage.
Palladium - bald ein Angebotsdefizit?
Sie wissen, dass die Minenproduktion in Südafrika und Russland die beiden weltweit größten Angebotsquellen darstellt. Die drittgrößte Angebotsquelle aber sind die russischen Verkäufe aus den staatlichen Lagerbeständen.
Im vergangenen Jahr wurden durch diese über 1 Million Unzen Palladium bereit gestellt. Ende des vergangenen Jahres hat sich nun Russlands größter Produzent Norilsk Nickel zu Wort gemeldet. Das Unternehmen schätzt, dass die russischen Palladiumvorräte nahezu aufgebraucht sind und Russland deshalb in diesem Jahr geringere Mengen aus seinen Beständen verkaufen wird. 2012 sollen dann die russischen Lagerbestandsveräußerungen ganz eingestellt werden. Johnson Matthey geht sogar davon aus, dass die russischen Vorratsverkäufe sogar schon früher ihr Ende finden werden.
Nun, man wird natürlich sehen, aber sollte diese Angebotsquelle tatsächlich versiegen, dann fehlen dem Markt rund 1 Million Unzen Palladium, was die Preise deutlich begünstigen würde.
Sehen wir uns zum Schluss noch eine Grafik an, die uns einen Überblick über die Entwicklung von Angebot und Nachfrage vermittelt:
Quelle: Johnson Matthey (Platinum 2010 Interim Review)
links - die Nachfrageentwicklung
rechts - die Angebotsentwicklung
Sie sehen, das Primärangebot kann die Nachfrage eigentlich schon lange nicht mehr decken. Die Differenz wird durch Recycling gedeckt.
So long liebe Leser...so viel einmal für heute zum Palladium....in der kommenden Woche geht's weiter an dieser Stelle, denn morgen habe ich einen dringenden Termin, weshalb mein Kollege Andreas Lambrou (der gerade in Peking weilt) einen interessanten Gastbeitrag zu Chinas Automobilmarkt für Sie vorbereitet hat...wir lesen uns dann am Freitag wieder, wie gewohnt, zum Wochenrückblick...ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und liebe Grüße...
Ihre Miriam Kraus
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Erich Tschopp (17.02. 2011 18:17 Uhr):
Zu Palladium von Miriam Krauss Es ist schön Ihren Bericht über die Aussichten von Palladium zu lesen, da ich seit 3 Jahren darin investiert bin. Aber èber Preisaussichten schreiben Sie leider kein Wort. Ihre Leser wàren Ihnen sicher dankbar, wenn Sie dies noch nachholen würden. Mit bestem Dank und freundlichen Grüssen Ihr treuer Leser Erich Tschopp
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