Gastbeitrag von Jürgen Schmitt, Chefredakteur Top-10-Depot in Rohstoff Daily
vom
seit meinem 16. Lebensjahr bin ich überzeugter Aktionär und habe schon viele Höhen und Tiefen miterlebt. Eines habe ich dabei aber verinnerlicht. Die Stimmung an den Märkten und erst recht die Stimmung, die über die Medienkanäle verbreitet wird, hat rein gar nichts mit der wirtschaftlichen Realität zu tun. Im Gegenteil:
Stimmungen laufen fast immer völlig konträr zu dem, was sich in der Realwirtschaft tut. Das gilt sowohl für sehr positive aber auch für negative Phasen. Leider haben gerade viele Privatanleger in Deutschland sehr negative Erfahrungen gemacht. In den ersten Jahren meiner „Aktionärslaufbahn" kannte ich so gut wie niemanden, der meine Leidenschaft, Erspartes in Aktien zu investieren, teilte. Dabei wuchs mein Depot kontinuierlich und stark, zumal ich den Crash in 1987 relativ glimpflich überstanden und danach verstärkt in Aktien investiert hatte.
Erst mit dem Börsengang der Deutschen Telekom endete das „Schattendasein" der Aktienanlage. Und der „Neue Markt" sorgte schließlich sogar dafür, dass die Anlage in Aktien zu einem Massenphänomen und sogar zum Stammtischthema wurde. Leider investierte das Gros der Jungaktionäre aber nicht in solide Weltunternehmen, sondern in Aktien wie EM-TV, Mobilcom oder Intershop. Das Ergebnis ist hinlänglich bekannt, fast alle Neu-Aktionäre fielen kräftig auf die Nase und erlitten massive Verluste. Noch einmal wurde das Interesse der Deutschen in 2007 geweckt, als die Börse den Crash aus 2003 wieder wettgemacht hatte - und wieder investierten Lieschen Müller & Co. zu einem Zeitpunkt, an dem Aktien alles andere als preiswert waren.
Frühzeitige Warnungen...
In meinen Börsenbriefen warnte ich in beiden Phasen vor den drohenden Folgen, doch es fällt Privatanlegern einfach viel leichter in Aktien zu investieren, wenn die Stimmung euphorisch ist als in Phasen, in denen - medial begleitet - die Welt unterzugehen scheint. Ich wurde teilweise sogar als „Miesepeter" und „Spielverderber" beschimpft, als ich in 2007 darüber schrieb, dass Aktien-Investments jetzt eher einem Besuch eines Spielcasinos gleichen.
... und rechtzeitige Kaufempfehlungen
Umgekehrt galt ich sowohl in 2003 als auch in 2009 als unverbesserlicher Daueroptimist als ich massiv den Kauf von Aktien empfahl. In beiden Jahren lag ich übrigens einige Monate zu früh, wohlwissend, dass man die absoluten Tiefstände in keiner Korrekturphase erwischt. 2003 war die Entwicklung an dem Märkten besonders schwierig, ich kann mich noch gut erinnern, wie ich beispielsweise die Aktie von Amazon.com bei 20 Dollar zum Kauf empfohlen habe und diese wenige Monate noch weiter bis auf 6 Dollar durchrutschte - ein Minus von rund 70%. Einige Monate später notierte sie wieder im Plus und heute bei über 250 Dollar!
Das ist natürlich ein Extrembeispiel, doch ähnlich wird es vielen gehen, die jetzt, im Juni 2012 den Mut haben, sich gegen die allgemeine Krisenstimmung zu stellen und Aktien zu kaufen. Und meinen Lesern werde ich in der nächsten Woche eine grundsolide deutsche Aktie ans Herz legen, die schon sehr kurzfristig 30 bis 40% zulegen wird.
Sie haben einen Einwand? Diesmal ist doch alles ganz anders?
Natürlich ist die aktuelle Schuldenkrise einmalig. Doch auch die Situation nach den Terroranschlägen in New York war einmalig. Es drohte nichts anderes als eine jahrzehntelange Lähmung des Luftverkehrs, als permanente Terroranschläge in den Metropolen der westlichen Welt etc.
Damit verglichen ist die aktuelle Lage mit einem dauerhaften Weltwirtschaftswachstum um rund 4% geradezu paradiesisch. Ja, es gibt Probleme, doch diese gab und gibt es immer wieder. Eines gibt es aber äußerst selten:
Unverschämt günstige Einstiegsniveaus an den Aktienmärkten gepaart mit einem regelrechten Käuferstreik.
Speichern Sie sich diesen Artikel auf ihrem Computer und rufen Sie ihn sich in einem Jahr wieder auf. Entweder werden Sie dann sagen: Gott sei Dank habe ich gehandelt oder Sie werden denken: Warum habe ich diese Jahrhundert-Chance nicht genutzt.
Dax zwischen 10.000 und 12.000 Punkten
Übrigens zweifeln derzeit auch viele Leser meines Börsenbriefs „Das TOP-10-Depot" daran, dass der DAX vielleicht schon Ende dieses Jahres wieder bei rund 8.000 Punkten stehen wird. Vielleicht sehen die einen oder anderen mich sogar wieder als unverbesserlichen Daueroptimisten. Damit kann ich derzeit aber wieder sehr gut leben. Meinen Gegenbeweis werde ich übrigens erst dann wieder antreten, wenn der deutsche Aktien-Leitindex um das Jahr 2015 herum zwischen 10.000 und 12.000 Punkten notiert.
WICHTIG: Schauen Sie am Samstag nach Möglichkeit in Ihr E-Mail-Postfach. Wie gesagt: Gerade analysiere ich eine besonders aussichtsreiche deutsche Aktie. Alles Weitere finden Sie dann am Samstag in meinem Sonderreport. Gerne möchte ich Ihnen beweisen, dass es sich gerade jetzt lohnt „dran" zu bleiben und herausragende Chancen zu nutzen.
Herzlichst, bis Samstag
Ihr Jürgen Schmitt
- Kommentar von Milan Chodura
Ich finde es einfach sehr verwirrend wenn sogar im gleichen Verlag der eine Newsletter "dax daily", "Börsenbrief wie sicheres Geld" sehr negativ für den Dax gestimmt sind und andererseits wieder andere Newsletter wie der jetzt Ihrige oder Trendfolgedepot sehr positiv gestimmt sind. Was und wem soll man da den noch glauben um Himmels willen. Könnt Ihr Euch nicht einigen oder so abstimmen, dass es einen nachvollziehbaren Konsens ergibt!? Man weiss ja gar nicht mehr soll man eher short sein, beides oder eher long eingestellt sein! Bin schon ein jahrelanger Leser Ihrer Newsletter (eigentlich ja ganz o.k.) aber fällt mir leider immer mehr auf solche Widersprüche. Mit freundlichen Grüssen
Antworten- Kommentar von Max
Hallo Herr Schmitt, den Beitrag fand ich sehr interessant. Allerdings denke ich, dass der Zeitpunkt zum Einstieg nur um ein paar Monate verschoben werden sollte. Ich bin kein Chart-Analyst, aber historisch gesehen, liefen die Monate August und September sehr schlecht. Deshalb würde ich den Oktober zum Einstieg nutzen. Sie sagten ja, dass die Kurse bei Ihren Empfehlungen mit Verzug gestiegen sind. Kann es hieran gelegen haben? Alles Gute
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