Orientierungstechniken an der Börse
Tom Firley (Gastbeitrag) in Wave Daily
vom 4. Dezember 2009, 13:00 Uhr
ENL5454
viele Leser fragen mich nach „effizienten" Trading-Techniken. Die Bandbreite geht dann von Fragen wie: „Ich bin Langfrist-Investor: Wann soll ich wo bei welcher Aktie einen Stopp setzen?" bis zu „Soll ich jetzt long oder short im Dax gehen?"
Natürlich kann ich hierauf keine rundum selig machende Antwort geben. Die Phalanx der Lösungsmöglichkeiten (und die Voraussetzungen der jeweiligen fragenden Börsianer) ist einfach zu vielfältig. Aber ich kann Ihnen eine ganz einfache Orientierungsmöglichkeit anbieten. Betrachten wir den Dax-Chart:
Chart Dax mit 256-Tage- und 20-Tage-GD
Sie sehen im Dax-Chart blau eingezeichnet, den längerfristigen 256-Tage-GD (= Gleitender Jahresdurchschnitt) und grün den 20-Tage-GD. Alleine mit diesen beiden GDs erhalten Sie eine ganz einfache Orientierungsmöglichkeit. Denn:
- Einstiege (Käufe) werden dann unternommen, wenn der Dax-Kurs über dem 256-Tage-liegt. Entweder Sie nutzen das Signal des 256-Tage-GD selbst oder Sie nehmen diesen längerfristigen GD als notwendiges Kriterium, um auf kürzerfristige Kauf-Signale (z.B. eines 20-Tage-GD) zu „hören".
- Entsprechend werden Short-Positionen (also Setzen auf fallende Kurse) dann platziert, wenn der Dax-Kurs unter dem 256-Tage-GD liegt und ein entsprechendes Verkaufs-Signal vorliegt. Oder Sie nutzen das Unterbieten des 256-Tage-GD als erste spekulative Einstiegs-Möglichkeit für fallende Kurse. Die weiteren Signale bestätigen (oder widerlegen...) diesen Einstieg dann.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Erich Bauer (04.12. 2009 13:59 Uhr):
Sehr geehrter Herr Firley, was mich immer irritiert ist die Differenz in den gleitenden Durchschnitten je nach welchem Zeitraum man den Chart betrachtet. Aus dem Chart entnehme ich, dass Sie einen 10-Jahres-Chart zugrunde legen. Sollte man dann auch von diesem ausgehen? Mit freundlichen Grüßen Erich Bauer
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