Optionsstrategien – jetzt geht’s noch mal los!
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Derivate & Hebelprodukte
vom 12. Januar 2012, 20:45 Uhr
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Wie versprochen möchte ich heute damit beginnen, die Optionsstrategien-Reihe, welche ich über Jahre im Devisen Monitor geschrieben hatte, fortzusetzen. In den letzten Ausgaben der Reihe hatten wir uns mit den Double Diagonal Spreads beschäftigt und deshalb soll es auch mit diesen Spreads weiter gehen.....
....aber erst im 2.Teil!
Denn mir ist natürlich bewusst, dass nicht jeder die Optionsstrategien-Reihe verfolgt hat und vielleicht bis jetzt auch noch keine Zeit oder Lust vorhanden war, um die, zugegeben, ziemlich umfangreiche Reihe im Archiv nachzulesen.
Deshalb werde ich zunächst am Donnerstag, der nun zum Optionsstrategien-Donnerstag wird, den ersten Teil des Dailys darauf verwenden , zunächst einmal die wichtigsten Grundlagen zu vermitteln, damit alle Leser schließlich auf einen gemeinsamen Stand kommen.
Also, für alle Profis, welche die Optionsstrategien-Reihe schon über die vergangenen Jahre mitverfolgt haben, geht es im 2.Teil weiter.
Alle anderen möchte ich ab heute dazu einladen, mit mir donnerstags die Grundlagen des Optionshandels zu erarbeiten. Los geht's...
Die Unterscheidung von Optionen und Optionsscheinen
Was sind Optionen?
Optionen werden an Terminbörsen wie der Eurex gehandelt und sind damit standardisiert in Bezug auf Kontraktgröße, Basispreis und Laufzeit.
Hier bestimmen also Angebot und Nachfrage den Preis der Option. Doch nicht nur! Auch der Preis einer Option hängt von vielen Einflussgrößen ab, mit denen wir uns im folgenden noch beschäftigen werden, wie der Volatilität, den Griechen, der Restlaufzeit, dem Ausübungspreis usw.
Der Käufer einer Option wird als Inhaber bezeichnet, die Gegenpartei, also der Verkäufer als Stillhalter.
Beim Optionshandel sind Leerverkäufe und Stillhaltergeschäfte möglich.
Was sind Optionsscheine?
Optionsscheine dagegen sind Wertpapiere mit einer WKN, die im Grunde ähnlich wie Optionen konstruiert sind. Optionsscheine können in kleineren Losgrößen gehandelt werden und benötigen keinen Zugang zu einer Terminbörse.
Stattdessen werden sie von Emittenten, also Banken und Finanzdienstleistern herausgegeben, die allerdings dementsprechend leider relativ frei sind, bezüglich ihrer Konditionen und Preise.
Die Optionsscheine sehen in der Regel keine Lieferung des Basiswertes vor bei Ausübung - im Gegensatz zu der generellen Möglichkeit bei Optionen -, dafür nur einen Barausgleich.
Leerverkäufe und Stillhaltergeschäfte sind nicht möglich. (Sillhalter ist immer der Emittent).
Optionen bieten mehr, man muss sie aber erst verstehen
Man liest oft, dass Optionsscheine für Anfänger doch wesentlich besser geeignet seien. Nun, Optionsscheine sind im Grund auch nicht so viel anders, als wenn Sie irgend ein Zertifikat kaufen. Wenn's gut klappt ist alles in Ordnung, wenn's nach hinten los geht, ist das Geld aber ebenso futsch, wie beim Kauf einer Option, einer Aktie, oder eines Futures.
Der brennende Unterschied zwischen Optionen und Optionsscheinen besteht darin, dass Sie mit einem Optionsschein immer einem Emittenten auf Gedeih und Verderb ausgeliefert und in Ihren Möglichkeiten eingeschränkt sind.
Wenn man lediglich auf den Kursanstieg- oder Rückgang einer Aktie oder sonst etwas wetten will und einen guten Emittenten, mit freundlichen Preisen hat, dann tut es auch ein Optionsschein. Doch wenn man echte Strategien für die verschiedensten Situationen im Markt entwickeln will, dann muss man auch in der Lage sein Stillhaltergeschäfte einzugehen. Das aber geht nur mit Optionen.
Optionen bieten also eine Fülle mehr an Möglichkeiten, die kein Optionsschein bieten kann, doch Optionen sind auch Risikopositionen, besonders wenn es um Short-Positionen geht, wo Sicherheitsleistungen erforderlich sind und Nachschusspflichten bestehen können.
Dieser Risiken muss man sich bewusst sein und darf sich nicht blindlings in Optionen stürzen.
Doch wenn man einmal das kleine Einmaleins der Optionen beherrscht, dann bieten sie eine Menge toller Möglichkeiten.
Deshalb ist es unumwunden das Wichtigste überhaupt, sich alle Grundlagen beizubringen und zu wissen, wo genau die Chancen und Risiken vorhanden sind. Und genau an dieser Stelle möchte ich mit der Optionsstrategien-Reihe einsetzen, damit Sie wissen, wie es funktioniert und was Sie möglicherweise damit machen können.
Zum zweiten Teil von: Double Diagonal Spreads – Repetitorium
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Wolfgang Schindler (12.01. 2012 21:39 Uhr):
Sie haben als Überschrift: "Was sind Optionen". Nachfolgend erklären Sie nirgendwo, was Optionen sind. Eine miese Einführung, nicht wahr ?
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