Olympische Fackel in Buenos Aires
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 17. April 2008 07:30 Uhr
ENL5454
Das olympische Feuer kam am Freitag durch Buenos Aires. Die Leute versammelten sich um drei Uhr auf den Bürgersteigen….
Anfangs nur kleine Gruppen. Dann wuchsen die Massen. Um halb vier waren die Massen und der Verkehr so dicht, dass ich mich fragte, wie die Fackel hier noch durchkommen sollte.
Und dann tauchte die Polizei auf – Dutzende von Motorrädern und Mannschaftswagen… und dann ganze Schlachtreihen… und jede schlug die Massen weiter zurück… und leitete die Autos an die Straßenränder. Es schien nicht organisiert. Die Kinder spielten auf der Straße.
Die Polizei schien nicht zu wissen, in welche Richtung sie die Massen drängen sollte. Ungefähr fünf Minuten später hörte ich Autohupen… und bin wieder auf den Balkon gegangen. Die Parade verlief über die Ave. 9 de Julio – die breiteste Straße der Welt, die zufällig gleich vor meinem südamerikanischen Büro entlangführt. Unten von der Straße sah ich eine Gruppe rot gekleideter Läufer… flankiert von Freiwilligen aller Art, die mitliefen.
Und dann kamen die Busse, viele davon ließen chinesische Flaggen wehen... und dann einige Chinesen auf Fahrrädern… Ein offener Bus voller Leute mit Kameras.
Und dann, endlich, kam eine Gruppe von Läufern mit einem jungen Mädchen in der Mitte, das die olympische Fackel trug. Die Massen jubelten. Noch mehr rote Flaggen. Und dann noch mehr Busse, mehr Läufer, mehr Polizei auf Motorrädern und noch mehr Chinesen. Und dann strömten die Massen aus wie ein schlechter Geruch.
Und es fing an zu regnen.