Ölpreise zu teuer?
Andreas Lambrou Chefredakteur Rohstoff Investor in Nebenwerte Daily zum Thema Rohöl als Geldanlage
vom 4. März 2011, 17:00 Uhr
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Demnach befinden sich die Gold- und Ölpreise mehrheitlich in einer langfristigen Spanne, die von 10 bis 20 Barrel pro Unze Gold reicht und durchschnittlich bei 15,47 Barrel liegt. So sollte man bei einem Verhältnis von 1:10 eher Gold kaufen, oder Öl verkaufen und bei 1:20 eher Gold verkaufen, oder Öl kaufen. Zwei Beispiele machen dies sehr deutlich. Mitte 2008 kostete 1 Unze Gold nur 9 Barrel Öl. Rohöl notierte in der Spitze bei 147 USD/Barrel und stürzte bis Anfang 2009 ab, als 1 Barrel Öl nur noch 35 USD kosteten. Während der Goldpreis sich von 700 USD auf 800 USD bewegte. Anfang 2009 lag das Gold- zu Öl-Verhältnis bei 1:20, seither stieg der Goldpreis um 60%, Öl legte um erhebliche 185% zu. Aktuell entspricht der Preis von 1 Unze Gold 14,5 Barrel Rohöl. Einen relativen Tiefpunkt erreichten wir im Mai 2010 mit einem Verhältnis von 1:13, was ich für meine Leser im Rohstoff Investor zum Aufbau einiger Ölwerte nutzte.
Gold/Ölpreis-Verhältnis macht deutlich: beide Rohstoffe sind gleichermaßen attraktiv
Das Gold- zu Ölpreis-Verhältnis zeigt derzeit, dass beide Rohstoffe, relativ gesehen, gleich attraktiv sind. Es macht also an sich keinen Unterschied, ob Sie nun Öl oder Ölaktien, oder Gold- bzw. Goldaktien kaufen. Relativ attraktiver würde Öl, bei gleichbleibenden Goldpreisen, erst wieder bei einem Rückgang auf 70 bis 75 USD pro Barrel werden. Gold hingegen wäre bei einem Ölpreis von 140 bis 150 USD preiswerter, als ein Ölinvestment. Im Umkehrschluss wäre bei einem gleichbleibenden Ölpreis, Gold ab 1.000 USD sehr günstig, oder bei 2.000 USD relativ teuer.
Das ebenfalls viel beachtete Gold- zu Silberpreis-Verhältnis liegt nun im Übrigen bei 1:41 auf einem Dreijahrestief und in der Nähe seines 25-Jahrestiefs. Das heißt, dass Silber im Vergleich zu Gold, zumindest auf den ersten Blick seine relative Attraktivität verloren hat. Trotzdem halte ich auch weiterhin am Silber fest. Denn Silber ist noch weit entfernt von historischen Durchschnitts-Verhältnissen bei 1:15 bis 1:20. Demnach könnte Silber, bei Goldpreisen um 2.000 USD pro Unze, in den nächsten Jahren sogar Spitzenniveaus von bis zu 100 USD pro Unze erreichen.
Viel Erfolg bei Ihren Investitionen und herzliche Grüße
Ihr Andreas Lambrou
Andreas Lambrou ist Chefredakteur des Börsendienstes Rohstoff Investor. Wollen auch Sie am Rohstoff-Boom teilhaben, dann testen Sie Rohstoff Investor doch einmal zum Vorzugspreis für 3 Monate. Andreas Lambrou empfiehlt wöchentlich die interessantesten Aktien, Zertifikate oder Optionsscheine aus den Rohstoffsektoren. Hier können Sie sich weiter informieren: Rohstoff Investor
