Ölpreis steigt auch ohne Arabien-Krise

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An der Zapfsäule haben Sie es längst gemerkt - die Spritpreise steigen kräftig. Das hat natürlich mit der aktuellen Krise in Libyen zu tun, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ausweiten wird. Der wichtigste Ölhafen des nordafrikanisches Landes wurde mittlerweile angegriffen, ausländische Ölfirmen haben ihre Mitarbeiter zurückgezogen, ein erheblicher Teil der Ölförderung liegt brach.


Doch auch ohne Arabien-Krise wird der Ölpreis in diesem Jahr weiter steigen. Und das hat mit der Nachfrage zu tun. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat vor kurzem ihre Prognose für die globale Ölnachfrage abgegeben. In diesem Jahr rechnet die IEA mit einem Zuwachs von knapp 2% im Vergleich zu 2010.

In diesem Jahr werden nach der Prognose von IEA täglich rund 89,3 Mio. Barrel nachgefragt. Das liegt deutlich über der letzten Schätzung. Wie Sie wissen, lassen sich die Förderkapazitäten aber nicht beliebig ausweiten. Schon jetzt spricht man davon, dass kaum noch Potenzial für eine überschüssige Produktion hat. Das heißt: Das, was gefördert wird, geht direkt in den Verkauf. Vielleicht hat die Opec noch Potenzial für täglich zwischen 2 und 3 Mio. Barrel.

 

von
Volkmar Michler
Volkmar Michler

Aus eigener Anschauung kennt Volkmar Michler die Chancen und Risiken einiger Emerging Markets, zum Beispiel Nord- und Westafrika sowie Lateinamerika.


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