Ölaktien günstig bewertet
Investors Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 23. Juni 2004 18:00 Uhr
ENL5454
Vielleicht stehen den US-Börsen Kursverluste bevor ... schließlich ist ein Aktienmarkt mit einem durchschnittlichen KGV von 30 nicht günstig bewertet. Besonders dann, wenn der Öl- und der Goldpreis und auch die Zinsen steigen, könnte es für US-Aktien nicht gut aussehen.
Ich habe bei der Internet-Suchmaschine "Google" einmal die Wörter "Terrorism" und "Oil" eingegeben. Das führte zu 2,92 Millionen Ergebnissen. Und wenn man "Islamic terrorism" und "Oil" eingibt, erhält man immer noch 749.000 Resultate. Wer zweifelt schon daran, dass diese Worte noch viele Jahre lang verbunden bleiben werden? Wann wird die Normalität und Ruhe eintreten, die zu einem Ölpreis von 25 Dollar je Barrel führen wird? Niemals – das ist eine Möglichkeit.
Ich wäre nicht überrascht, wenn der nächste Katalysator für dramatische Kursbewegungen am Aktienmarkt vom Ölmarkt kommen würde. Auch wenn ich natürlich keine Ahnung davon habe, wohin der Ölpreis gehen wird.
Merkwürdigerweise bewerten die Investoren Halbleiter-Aktien fast dreimal so hoch wie Ölaktien.
Das Barron's Magazin schreibt dazu: "Angesichts von Ölpreisen knapp unter 40 Dollar ( ...) sollte man doch denken, dass es eine gute Zeit wäre, um in große Ölgesellschaften zu investieren. Aber die Aktien dieser Unternehmen haben nicht besonders profitiert. Seit Jahresbeginn haben Exxon Mobile rund 6 % zugelegt, BP 8 %, Chevron Texaco etwa 5 %. Keine schlechte Performance, aber kaum beeindruckend. Das Ergebnis ist, dass die großen Ölaktien signifikant günstiger bewertet sind als die anderen im S&P 500 enthaltenen Unternehmen. Das KGV 2004 (geschätzt) von Chevron Texaco liegt bei 11, das von BP bei 14, das von Exxon Mobil bei 15."