Öl-Scheichs steigen mit Milliarden in US-Bank ein
Profit Radar
vom 28. November 2007 19:00 Uhr
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Dass die US-Banken jetzt spotbillig geworden sind, ist auch einigen Öl-Scheichs aufgefallen. Eine spektakuläre Beteilung ist jetzt nämlich ein Staatsfonds aus der Golfregion eingegangen. Die Abu Dhabi Investment Authority (AIDA) hat sich mit 7,5 Mrd. US$ an der Citigroup beteiligt, der größten Bank der USA. Damit sichert sich AIDA über eine Wandelanleihe eine Beteiligung von bis 4,9% an der Citigroup.
Zuletzt war die Citigroup durch Milliardenabschreibungen aufgrund der Kreditkrise extrem belastet worden, die Aktie hat innerhalb der letzten 6 Monate über 45% verloren. Der AIDA-Chef Scheich Khalifa Bin Zayed al-Nahyan begründet diesen spektakulären Deal vor allem mit den „hervorragenden Wachstumsmöglichkeiten“, über die die Citigroup verfüge.
Hintergrund ist aber auch, dass die Araber Angst vor einer weiteren Absenkung des Dollars haben. Denn den Dollarrückgang können Scheichs nur über höhere Ölpreise kompensieren. Schon jetzt zeigt sich aber, dass ein Ölpreis bei 100 US$ die Nachfrage dämpft.
Mit diesem Schritt zeigen die Araber aber auch, dass sie kein Interesse an einer weiteren Schieflage des US-Bankensektors haben und: Sie kommen auch der amerikanischen Notenbank entgegen. Denn mit diesem Beteiligungsdeal werden erneute Schockwellen aus dem US-Finanzwesen etwas unwahrscheinlicher. Auf jeden Fall ist dies zunächst ein deutliches Signal in Richtung Stabilisierung der US-Börsen.
Gute Kurs wünscht Ihnen
Volkmar Michler