Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohöl | Erdöl
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Von der Konjunkturdatenfront gibt es gemischte Nachrichten - aber eigentlich nichts Weltbewegendes, also weder besonders stark, noch besonders schwach. Dennoch bleibt die Ungewissheit im Falle Europas und ein festerer US-Dollar zeigt seine Auswirkungen auf die Ölpreise.
Von US-Seite hätte ein positiver ADP-Arbeitsmarktbericht für Furore sorgen können, doch die Zahlen (trotz eines Anstiegs der Beschäftigten um 119.000 im April) waren noch besser erwartet worden. Ein überraschender Anstieg des ISM-Index gestern wirkte sich da schon positiver aus, doch heute verkündete das Commerce Department einen Rückgang der Aufträge der US-Industrie. Aus China wurde ein Anstieg des Einkaufsmanagerindex auf 53,3 Punkte gemeldet - gute Nachrichten, doch auch hier hatten die Analysten etwas mehr erwartet. Deutlich enttäuschend dagegen die europäischen Arbeitsmarktzahlen, wobei die Arbeitslosenquote in der Eurozone im März auf ein 15-Jahres-Hoch bei 10,9% gestiegen ist. Offenbar Grund genug für die Märkte um sich die ewigen Probleme des Eurolandes ins Gedächtnis zu rufen und den Euro in den Keller zu schicken.
Rohstoffe Wochenrück- und Ausblick 23.04.-02.05.2012
Energie
Trotz hoher und weiter steigender Öllager in den USA (wie das US-Energieministerium berichtet, sind die US-Bestände in der vergangenen Woche um weitere 2,84 Millionen Barrel gestiegen) konnte sich WTI im Laufe der vergangenen Woche deutlich fester zeigen und führt dies auch in dieser Woche fort. Die offenkundig stärkeren Hoffnungen auf die US-Erholung (im Vergleich zu Wachstumshoffnungen in Bezug auf andere Länder) spiegeln sich hier wieder.
Brent dagegen konnte sich zwar bis zum Ende der vergangen Woche ebenfalls nach oben schaukeln, handelte dann zunächst ohne nennenswerte Impulse und gab dann entlang der schwächeren Daten aus Europa am Mittwoch sogar etwas stärker ab als WTI.
Generell gerieten die Preise am Mittwoch kurzzeitig aufgrund eines festeren US-Dollar unter Druck.
Aktuell notiert WTI zur Lieferung im Juni bei 105,35 USD pro Barrel an der NYMEX.
Brent zur Lieferung im Juni handelt aktuell bei 118,29 USD pro Barrel an der ICE.
Ausblick
Die eingepreiste Risikoprämie, die vor allem für Brent gilt, nimmt ab, angesichts dessen, dass das Thema Iran mit den Atomgesprächen langsam aus dem Fokus zieht. Hinzu kommen die vor allem in den USA hohen Ölbestände, welche die Preise nach oben deckeln sollten. Nun werden also die Konjunkturdaten wieder wichtiger - der Markt erwartet hier förmlich beständig bombastische Nachrichten, die auf eine Fortsetzung der Erholung deuten. Allerdings sollten die Preise nach unten abgesichert bleiben, denn ein zu starker Rückgang müsste zwangsläufig die OPEC auf den Plan rufen.
Edelmetalle
Die Goldpreise konnten sich in der vergangenen Woche ebenfalls wieder fester behaupten und handeln zumindest in Euro seit Beginn der neuen Woche seitwärts. Gold in USD dagegen gibt heute ab, angesichts einer stärkeren US-Währung.
Leichte Abflüsse aus den Gold-ETFs, geringere Verkäufe von US-Goldmünzen und schwächere Importe Indiens machen eines deutlich: aktuell verlassen die kurzfristig interessierten Anleger den Markt - offenbar gekoppelt mit stärkeren Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Erholung.
Aktuell notiert Gold in USD bei 1.652 USD pro Feinunze.
Gold in EUR handelt aktuell bei 1.255 EUR pro Feinunze.
Ausblick
Das aktuell mangelnde Interesse der eher kurzfristig orientierten Anleger bedeutet für Gold eine nicht uninteressante Beruhigungsphase - vor allem im langfristigen Kontext, wobei die unterstützenden Faktoren mit der weltweiten Notenbankpolitik nach wie vor Bestand haben.
- Kommentar von Susanne Adelsberger
Zum Thema: Öl wollte ich sagen, dass ich es n i c h t gut finde, dass sich große Ölkonzerne mit den knapper werdenden und mit Krieg verbundenen Ressourcen Profite sichern wollen. Das betrifft auch die Anleger, die sich damit dann identifizieren. Mir liegt sehr viel an Natur und Ökologie. Wir m ü s s e n A l l e aufwachen, aufstehen, die Augen aufmachen und überlegen, ob uns Profit wirklich Alles gibt oder ob wir auch an die Natur unser weiteres Leben, der Erde Existenz, unsere Kinder, nachfolgenden Generationen das wirklich antun wollen und Zerstörungen des Ökosystems zumuten wollen. Klimakatastrophen. Öl ist das Alles nicht Wert! Es geht um ganz andere Geschichten und nicht nur um Geld! Die Ölkonzerne mögen bitte umdenken und sinnvoll weitsichtig nach vorne in die Zukunft sehen. Nach Alternativmöglichkeiten. Unabhängigkeiten. Klima-/Wettermöglichkeiten. Dinge nutzen und sich Gedanken machen, sich zusammensetzen, umdenken und m i t der Natur an einem Strang ziehen und n i c h t dagegen! Es gibt soviel Neues zu entdecken uns zu erforschen. Dinge, die vielleicht noch viel zu kurz kommen oder noch zu unerforscht sind und jedoch ökologischer. Bitte denkt um. Denkt an die Umwelt. Denkt an die Tiere, an die Arktis an die Klima- und Umweltrisiken, die mit Öl verbunden sind. Das ist es n i c h t Wert! Sucht nach Neuem Land! Nach neuen Energiegewinnungsmöglichkeiten an denen Alle Vorteile haben und nicht nur wie Shell oder die sonstigen Konzerne! Auch ihr könnt euch ändern! Danke! Danke für die Kinder, danke für die Natur!
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