Öl-Call explodiert innerhalb von 1 Tag bis 26,70%
Volkmar Michler in Profit Radar
vom 29. Februar 2008 19:00 Uhr
ENL5462
die Eilmeldung für den Wall Street Radar kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Am Mittwoch hatten wir Ihnen den Einstieg in einen Call auf einen soliden US-Öl- und Gas-Wert empfohlen. Die Angabe eines „vernünftigen“ Kauflimits gerade bei Optionsscheinen ist immer eine heikle Sache. Kaufen Sie zum aktuellen Kurs besteht die Gefahr, dass Sie zu hoch einsteigen und bei einer Korrektur, die immer möglich ist, sofort in Minus geraten. Limitieren Sie aber zu tief, besteht die Gefahr, dass Ihnen der Wert davon läuft und Sie sind nicht dabei.
Bei unserem Öl-und Gas ist uns dieses Spiel zwischen diesen beiden Extremen optimal gelungen. Denn der Call lag gestern im Tief bei 0,97 €, unserem Kaufkurs. Als wir die Eilmeldung mit der Kaufempfehlung verschickt haben, notiert der Call noch bei 1,02 €. In der Zwischenzeit ist er bis auf 1,23 € geschossen – das sind knapp 27% über unserem Kaufkurs. Für weitere Informationen dazu klicken Sie hier.
Hier können Sie auch erneut die heftige Hebelwirkung von Optionsscheinen erkennen. Zum Vergleich: Die Öl-Aktie ist gestern um 5,15% gegen den fallenden Trend der Börsen nach oben ausgebrochen, der Call aber um knapp 27% nach oben kataplutiert. Dieser Hebelwirkung sollten Sie sich bewusst sein, wenn Sie in Calls bzw. Puts investieren. Denn funktioniert natürlich auch jeweils in andere Richtung.
Dafür ist derzeit die Richtung des Ölpreises eindeutig. Wir reden über ein neues Rekordhoch von 103,05 US$. Als ich letzte Woche kurzfristig zu einem Interview für die Aktuelle Stunde vom WDR eingeladen wurde, hatte ich den Eindruck, dass die TV-Kollegen unbedingt etwas von mir darüber wissen wollten, dass nur der Ölpreis von Spekulanten hochgetrieben wird. Leider musste ich sie enttäuschen. Denn nach meinem Eindruck wird der Anteil der Spekulation am Ölpreis überschätzt.
Vielleicht liegt er bei 10% bis 15%. Aber hier wird ja nicht ins Blaue hinein spekuliert, sondern aufgrund einer realistischen Basis. Entscheidend dafür ist nun einmal das Spiel von Angebot und Nachfrage.
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