Obamas 5-Jahres-Plan
J. Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily
vom 3. Februar 2010, 12:00 Uhr
ENL5462
Selbst zu den besten Zeiten hatten Präsidentenreden vor dem versammelten Amerikanischen Kongress irgendetwas Lächerliches an sich.
Für mich zumindest.
Ich bin aufgewachsen mit dem Betrachten von Ansprachen diverser Generalsekretäre versammelter osteuropäischer kommunistischer Partien, welche mit seichten Slogans ein kriecherisches Publikum ansprachen. Und übereifrige Funktionäre sprangen auf die Zehenspitzen, applaudierten wild jeder Plattitüde, welche von einem Leonid, einem Andrey, einem Erich von sich gegeben wurde.
Auch unter US-Präsident Bush waren mir solche Ansprachen nicht besonders wichtig....und jetzt, unter dem derzeitigen Scharlatan im Weißen Haus, verachte ich diese öffentliche Darstellung von Begriffen wie „hope" und „change".
Besonders dann, wenn hinter seiner linken Schulter eine ältere Schachtel mit wilden Augen wie eine Schilfkröte aufspringt bei jedem unwahren Satz vor diesem trostlosen Publikum.
Aber letzte Woche übertrafen die Parallelen zu dem diskreditierten sozialistischem Gerede des Kalten Kriegs sogar die Aerobic-Übungen des Sprechers des Hauses.
Weil wir bei der letzten Rede einen Geschmack von Planwirtschaft bekamen.
Wie seine Vorgänger an der Ostsee verkündete Generalsekretär Obama seinen Plan:
Er will die US-Exporte in den nächsten fünf Jahren verdoppeln.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von H Nik (03.02. 2010 13:13 Uhr):
Gemeint ist bestimmt export von Kredit-Derivaten.
Antworten - Kommentar von Dr Wiedersich (03.02. 2010 15:45 Uhr):
Sehr geehrter Herr Amberger, als vernünftiger Mensch, als den ich Sie im Allgemeinen ansehe, sollte man doch nicht derartig übersteigert einer penetranten Marktgläubigkeit anhängen! Sie können doch sehen, wohin das Vertrauen alleine auf den Markt führt! Aus ihren Zeilen ist eine rigorose Phobie gegen alles Staatliche zu entnehmen, die ich zwar in Kenntnis Ihrer östlichen Herkunft nachvollziehen kann, aber nur Schwarz oder Weiß sehen zu wollen, ist schlicht falsch! Wir wissen doch wohl alle, dass Politik nur ein Kampf zwischen Lobbyisten ist und selten etwas wirklich Vernünftiges herauskommt! Obama versucht wenigstens, Vernunft in die Politik zu bringen. Während Bush immer eine Marionette zu sein schien, scheint Obama eben nicht nur ein Aushängeschild von Machtcliquen zu sein und kein Politbüro a la Honecker und Co hinter sich zu haben! Dass Obama den sekundären Sektor stärken will, ist nur schon seit 30 Jahren überfällig und habe ich schon seit jeher angemahnt. Ob der Totalumbau tatsächlich verwirklicht werden kann, ohne gefährliche Verwerfungen, ist eine spannende Frage! Mit freundlichem Gruß B. Wiedersich
Antworten - Kommentar von Dieter Telp (03.02. 2010 18:09 Uhr):
Wer als Konservativer einer Pailey zuge- stimmt hat, kann nicht erwarten, in seiner Dreckschleuderei ernst genommen zu werden
Antworten - Kommentar von maier (04.02. 2010 04:27 Uhr):
kollege amberger ist einer der wenigen, die das maul auf dem rechten fleck haben, behaltet diesen mann,
Antworten - Kommentar von York Brecht (04.02. 2010 12:10 Uhr):
Vielleicht geht's auch weniger polemisch. Ich hätte schon gerne gewusst, warum Obama ein Scharlatan sein soll, andere (welche?)hingegen nicht.
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ENL5462
- Kommentar von Wilfried (07.02. 2010 15:47 Uhr):
Very good Mr. Amberger, vielleicht versuchen Sie es mal in einer Comedy-Show? Welche Qualifikationen benötigt man, um für einen Investor Verlag derartig gehaltvolle Artikel schreiben zu dürfen. Ami-Banker waren noch nie wählerisch mit ihren Mitteln, das stupid Money aufzusaugen, der nächste Krieg ist bereits in Planung. Very good.
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