Nur wer sucht, der findet...
Miriam Kraus in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 4. Februar 2011, 17:00 Uhr
ENL5454
Noch viele weitere Vorkommen, allerdings in welcher Konzentration?
Darüber hinaus gibt es natürlich noch viele weitere Minerale in denen Metalle der Seltenen Erden vorkommen, zum Beispiel in den Mineralien der Spinellgruppe (Rutil und Ilmenit), oder in Mineralen der Epidot-Gruppe, oder in Silicium-Mineralen (wie Zirkon oder Titanit), oder auch in Feldspäten oder Granat usw.
Die Frage ist allerdings nicht nur, wo die Metalle überall auftreten (denn, da sie nicht selten sind, treten sie an vielen Orten der Welt auf), sondern auch in welchen Konzentrationen sie vorliegen. In manchen Fällen sind nur Spurenelementkonzentrationen vorhanden, in anderen Fällen, sind nur einzelne der Metalle in höheren Konzentrationen vorhanden.
Deshalb heißt es so viel wie möglich weiter zu suchen und zu explorieren, um zu sehen, wo sich der Abbau lohnt, wo genügend hohe Konzentrationen vorhanden sind, wo der Abbau nicht allzu kostenintensiv oder schwierig ist usw..... und dies gilt für alle Staaten mit Ausnahme Chinas. Denn die Sicherung strategisch wichtiger Ressourcen sollte den Staaten schon wichtig sein!
Zum Abschluss für heute habe ich Ihnen noch eine interessante Grafik mitgebracht, welche die Entwicklung der weltweiten Lagerstätten über die vergangenen 50 Jahre verdeutlicht:
Quelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (Commodity Top News Nr.31, 20.11.2009)
Sie erinnern sich sicher an meinen Beitrag vom 21. Januar. Dort hatte ich Ihnen bereits einen historischen Überblick gegeben, der sich in dieser Grafik sehr schön dargestellt nachvollziehen lässt. Nach den Seifenlagerstätten von Indien und Brasilien, und hernach Südafrika beginnt Mitte der 60er Jahre die Zeit der großen Mountain Pass Mine, bis die USA (und auch der Großteil der übrigen Produzenten) schließlich in den 90er Jahren von China verdrängt werden. Und bis heute ist China die unangefochtene Nummer 1!
Damit verabschiede ich mich für heute und diese Woche und freue mich, wenn wir uns am kommenden Dienstag wiederlesen.
Ich wünsche Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende und herzliche Grüße
Ihre Miriam Kraus
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Hotzenplotz (04.02. 2011 18:16 Uhr):
Hallo, schade dass Sie Arafura nicht erwähnt haben. Immerhin produzieren sie in 2 Jahren 20 000 t SE jährlich und das in einem unabhängigen und kriesensicheren Staat.(weder China noch USA/Rüstungsindustrie ?) . Neben Lynas derzeit die einzig unabhängige Miene. Nur mit dem Unterschied, dass sie nicht so verwässert ist und erhebliches Potential hat. Allein die Nebenprodukte(Phosphat/Uran/Gips) werden die Produktionskosten anullieren. Ehrlich gesagt wundert mich das doch ein wenig, denn Ihre Ausführungen über den SE-Komplex sind sonst sehr gut recherchiert ! Grüße, Hotzenplotz^^
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