Nur, wenn Sie sich für ein Handelssystem interessieren
Tom Firley in Investors Daily
vom 04. Februar 2008 18:00 Uhr
ENL5454
Letzten Montag hat Tom Firley in seinem kostenlosen Dienst "Geldanlage-Strategie" eine Umfrage veröffentlicht, deren Auswertung zum Ziel hatte, ein einfaches Handelssystem für Einzelwerte entwerfen. Wenn Sie sich also für Handelssystseme interessieren, dann dürfte der folgende Beitrag für Sie interessant sein. Ansonsten: Schmeißen Sie sich in das Gedränge und genießen den Rosenmontag...
Liebe Leser,
noch einmal herzlichen Dank an alle, die bei der Umfrage mitgemacht haben. Die sehr hohe Beteiligung und die vielen wohlwollenden Kommentare zeigen mir, dass ich mit meiner Geldanlage-Strategie auf dem richtigen Weg bin.
Weiterhin zeigen mir die kritischen Stimmen, welche Bereiche ich noch verbessern kann. Zum Beispiel ist der am häufigsten genannte Kritikpunkt: „zu US-lastig“. Und bei diesem Punkt, liebe Leser, haben Sie – wie Sie gleich selbst sehen werden - durch die Umfrage selbst Abhilfe geschaffen. Vorab zur Auswertung der Umfrage: Wem die Auswertung relativ gleichgültig ist, kann gleich zu den Regeln scrollen. Ich rate aber allen System-Interessierten dazu, zumindest einmal die Regeln gelesen zu haben.
Das neue Montags-System
1.) Aus welchem Index sollen die Einzelwerte betrachtet werden?
35% aller Leser stimmten für den Dax, 30% für den Dax und den Dow Jones.
Das bedeutet: Etwa 65% der Leser legen Wert auf eine Analyse der Dax-Einzelwerte. Immerhin fast ein Drittel möchte auch den Dow Jones in die Betrachtung aufnehmen. Daher habe ich mich dazu entschlossen, zukünftig den Fokus (des Systems) auf die Dax-Einzelwerte zu legen. Daneben werden auch die Dow Jones-Einzelwerte betrachtet, erhalten aber bei einem möglichen Einstieg ein geringeres Gewicht (1:2). Mehr dazu in den Regeln
2.) Wie soll ein Einstiegssignal erzeugt werden?
Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich. Die meisten Leser haben sich hier für den „256-Tage-GD“ sowie einen „Ausbruch über charttechnische Trendlinien“ (zum Beispiel Kursrückkehr in einen Aufwärtstrend) entschieden. Mit geringem Abstand folgten dann „Durchbruch über Widerstand“ und „MACD auf Wochenbasis“. Die Durchschnittsrendite war von geringerem Interesse, aber vielleicht kommen wir zu einem späteren Zeitpunkt auf diese (meines Erachtens auch wichtige) „Eigenschaft“ zurück.
Durch diese annähernde Gleichverteilung der Interessen, werden alle 4 Signal-Kriterien mit unterschiedlicher bzw. kombinierter Gewichtung in das System aufgenommen.
3.) Wie soll ein Ausstiegssignal erzeugt werden?
Hier setzten die Umfrage-Teilnehmer zu fast 70% auf die Trailing Stopp Strategie (von Tom Firley…). Weitere 16 % nannten das Unterschreiten des 256-Tage-GD als weiteres Hilfsmittel. Daher werde ich mein Hauptaugenmerk auf die Trailing-Stopp-Strategie legen.
Regeln
1.) Ganz wichtig: Wir betrachten ein System, das von den Lesern der Geldanlage-Strategie entworfen wurde. Die Ein- und Ausstiegssignale stellen keine konkreten Kauf- und Verkaufssignale dar. Die Darstellung (jeweils montags) gilt ausschließlich als Orientierungs-Service für Dax- und Dow-Einzelwerte. Ziel des Systems ist lediglich auszuloten, ob mit einem relativ einfachen System langfristig die Index-Performance geschlagen werden kann.
Bemerkung von Tom Firley: Wie Sie wissen, können in einem seriösen kostenlosen Newsletter keine ganz konkreten Kauf- und Verkaufsempfehlungen ausgesprochen werden. Nutzen Sie die Darstellungen als Entscheidungs-Hilfe und nicht als Entscheidungs-Grundlage. Wichtiger als der Erfolg des Systems ist meiner Meinung nach die Kommentierung der erfolgreichen Signale (auch und insb. der Fehlsignale) und die ständige Verbesserung des - wie gesagt – einfachen Systems.
2.) Einstiegssignale werden nach folgenden Kriterien generiert:
a) Kurs über 256-Tage-GD PLUS Wochen-MACD mit Kaufsignal.
Ein Beispiel:
In der letzten Woche durchbrach der Kurs der JP Morgan-Aktie den 52-Wochen-GD (was in etwa dem 256-Tage-GD entspricht, im Ernstfall werde ich das genauer beleuchten). Daneben hat auch der MACD auf Wochenbasis (unterer Chartteil) ein Kaufsignal generiert (rot eingekreist). Der Einstieg wäre also bei etwa 44,3 Punkten erfolgt.
b) Kombination Trendlinien / Widerstand PLUS 256-Tage-GD ODER Wochen-MACD
Ein Beispiel:
Wie Sie im Chart erkennen, liegt der Kurs der VW-Aktie nach wie vor über seinem 256-Tage-GD. Daneben hielt eine wichtige Unterstützung bei 148 Punkten (auch dem Crash…) stand. Auch dies wäre ein Kaufsignal.
Auf diese eher schwierigen, aber wichtige Hinweise, werde ich börsentäglich bei Bedarf hier in der Geldanlage-Strategie hinweisen.
3.) Austiegssignale werden nach folgenden Kriterien generiert:
Auf Leserwunsch kommt hier die einfache Firleysche Trailing-Stopp-Strategie zum Einsatz.. Das bedeutet: Der Stopp wird mindestens 10% unter dem aktuellen Einstiegskurs platziert, nach Möglichkeit etwas unter einer vorläufigen wichtigen Unterstützung. Dieser Stopp wird nach Erreichen eines vorläufigen neuen Hochs konsequent nachgezogen.
4.) Verteilung Dax- und Dow-Werte
Da die Geldanlage-Strategie-Leser ein höheres Augenmerk auf die Dax-Aktien legen, fließen mögliche „Käufe“ bei Dax-Einzelaktien mit 1000 Euro in die Betrachtung, „Käufe“ in Dow-Einzelwerte werden mit 500 Euro berücksichtigt. Das Verhältnis ist also 2:1.
Ein Beispiel: Sollte ein Signal ein Signal für eine Dax-Aktie erfolgen, wird dieses mit 1000 Euro in das virtuelle Musterdepot eingebucht. Wird dagegen ein Signal für einen Dow-Wert generiert, fließt dieses mit 500 Euro in das virtuelle Musterdepot.
Abschließende Bemerkung: Nach so viel Theorie (ausgerechnet am Rosenmontag…) freue ich mich schon jetzt in der nächsten Woche darauf, die brandaktuellen Einstiegssignale (sofern es welche gibt) zu umschreiben. Die meines Erachtens guten Einstiegssignale von JP Morgan und VW lasse ich außen vor, da Sie als Leser ja die neuen Einstiegs-Kriterien noch nicht kannten…
Ich bin mir sicher: Aufgrund der Einfachheit des Systems werden wir noch viel Freude daran haben. Wenn Sie Fragen haben, schicken Sie mir einfach eine kurze Mail. Scheuen Sie sich nicht, denn die einfachsten Fragen sind oft die, die sich keiner zu stellen traut (und die ich möglicherweise übersehen habe). Machen Sie mit, denn:
Das System wird weiter wachsen. Vielleicht werden wir erkennen, dass eine Änderung des Trailing Stopps Sinn macht (zum Beispiel könnten wir einer Aktie mehr Spielraum lassen, wenn sie 40% gestiegen ist), vielleicht wird es aber auch sinnvoll bei bestimmten Aktien Gewinne mitzunehmen (bzw. den Trailing Stopp wesentlich enger nachzuziehen), vielleicht macht aber auch das Pyramidisieren Sinn (Aufstocken der Position, sobald ein weiteres Kaufsignal angezeigt wird).
Wir werden sehen.
Unser erstes Ziel (jeweils montags) ist wie gesagt nur: Den Vergleichs-Index schlagen.
Und daran, liebe Leser, messen sich sehr, sehr viele Fondsmanager und auch andere Analysten; da draußen in der großen, weiten Börsenwelt.
Bis morgen
Ihr
Tom Firley
Falls Sie sich für das System von Tom Firley interessieren, können Sie sich hier für die täglich kostenlose Geldanlage-Strategie anmelden.

