Nun kommen auch die Nebenwerte deutlicher unter Druck
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 7. Mai 2010, 17:00 Uhr
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so einen Höllenritt wie während der gestrigen US-Handelssitzung habe ich in meinem Berufsleben noch nicht erlebt. Wie aus dem Nichts stürzte der Dow Jones, nach dem er vorher nur leicht taumelte, ins fast Bodenlose unterhalb der 10.000-Punkte-Marke, und raste dann wie eine Rakete in die fast Wohlfühlregion" von 10.500. Damit hat sich gestern zum ersten Mal gerächt, dass im vergangenen Jahr die Uptick-Rule" abgeschafft wurde. Mit dieser wäre der Handel in Intervallen gestoppt und der Absturz stark gemildert worden. Heute wird in den Massenmedien darüber spekuliert, ob evtl. nur" ein Eingabefehler für den Kurssturz verantwortlich war. So recht glauben kann ich an diese Version allerdings nicht, obwohl auch einige Punkte dafür sprechen. Eher habe ich das Gefühl, dass uns die Hütchenspieler hinter den Casinotischen der Wallstreet ein paar Beruhigungspillen verabreichen wollten. Für die offizielle Version spricht die Tatsache, dass gestern der Gold- und Silberpreis nicht unter Druck gerieten, obwohl es zu Zwangsexekutionen der Freunde von hochgehebelten Investments gekommen sein muss.
Nun erwischt es auch die Nebenwerte
Während die ganze Welt fachsimpelt, wer oder was die gestrige irrsinnige Achterbahnfahrt ausgelöst haben könnte, verstehe ich die ganze Aufregung nicht und löse das Rätsel: Frau Knauer, die ich heute vertrete, ist darin involviert. Denn nach ihren eigenen Aussagen fallen die Kurse immer, wenn sie sich wie aktuell im Urlaub befindet. Genau umgekehrt also wie während meiner Urlaubstage, an denen die Kurse stets steigen. Daher ergänzen wir uns auch so gut in unseren Berichten. Dementsprechend kamen in den vergangenen Tagen die Nebenwerte doch noch stärker unter Druck. Lange Zeit sah es ja danach aus, als ob die kleinen Aktien sich sehr wirkungsvoll gegen die Krise stemmen könnten. Jetzt aber schwächt sich diese Outperformance deutlich ab, was natürlich der erhöhten Angst um den Konjunkturaufschwung geschuldet ist. Leider ist es sehr typisch, dass in unsicheren Zeiten Geld aus den Nebenwerten abfließt, egal wie gut oder günstig diese sein mögen. Aber das kennen wir ja an der Börse: fallen die Kurse mal an drei Tagen, ist es schier unmöglich die größten Bullen der Vorwoche für eine Stellungnahme vor die Kamera zu locken. Nun sind eben alle bärisch und hängen ihr Fähnchen wieder in den Wind. Egal was hinter dem Kurs-Jojo steckt und welche Ergebnisse uns die Hütchenspieler der Wall Street präsentieren werden: Es wird immer deutlicher, dass der moderne Börsenhandel nur noch wenig mit seriösen Investments, aber eine ganze Menge mit hirnlosen Computer-Algorithmen und purer Spekulation zu tun hat. Wenn Sie an profunden und unabhängigen Anlagen unter den Nebenwerten interessiert sind, dann lesen Sie doch bitte den NebenwerteInsider.