Novartis schlägt Analystenprognosen
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 21. Juli 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis (ISIN CH0012005267) konnte seinen Reingewinn im ersten Halbjahr 2003 um 1 % auf 2,379 Mrd. $ steigern. Analysten hatten mit lediglich 2,367 Mrd. Dollar gerechnet. Das operative Ergebnis stieg um 16 % auf 2,814 Mrd. Dollar. Begründet wurde dieser Anstieg mit weiteren Produktivitätsgewinnen und Verbesserungen im Produktmix.
Der Umsatz legte um 20 % auf 11,9 Mrd. $ zu. Hier waren 11,836 Mrd. Dollar erwartet worden. Für diesen starken Anstieg ist zum Teil auch Übernahme des Generika-Herstellers Lek verantwortlich. Rechnet man den Umsatz auf lokale Währungen um, ergibt sich lediglich ein Anstieg von 12 %. Novartis hat 2003 seine Rechnung auf Dollar umgestellt, um den negativen Einfluss des starken Schweizer Franken zu vermindern.
Beim Ausblick erwartet Novartis für das Gesamtjahr 2003 weiterhin ein Wachstum. Angestrebt ist ein Umsatzwachstum (lokalen Währungen) im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich. Auch der Reingewinn soll über dem Vorjahresniveau liegen. Fusionen und Übernahmen seien im Moment nicht geplant, so das Unternehmen.
Novartis bewegt sich seit Ende letzten Jahres in einer Seitwärtsbewegung. Das liegt zum Teil daran, dass einige Analysten Novartis für leicht überbewertet halten. Erst wenn Novartis unter Volumenzunahme ansteigt und die 38 Euro-Marke nahhaltig überwinden kann, wird die Aktie kaufenswert. Im Moment ist die Gefahr noch höher, das Novartis wieder auf 31 Euro fällt.