Norwegische Kronen und südkoreanische Probleme
Michael Vaupel in Traders Daily zum Thema Norwegische Kronen (NOK)
vom 19. April 2010, 12:00 Uhr
ENL5454
*** Interessante Email von Trader´s Daily-Leser Reinhard R. - er schrieb mir:
"Sie haben, wenn ich mich recht erinnere, vor einiger Zeit auch mal kurz auf die Norwegische Krone (NOK) hingewiesen. So kam mir die Idee, ich könnte die NOK als sichere, eurounabhängige Anlage nutzen. Nicht aus Renditedenken, sondern nur der Sicherheit wegen ein paar tausend Euro in NOK für alle Fälle parken. Nun ist Oslo nicht gerade um die Ecke. Und Urlaub im Norden ist auch nicht so mein Ding. Also habe ich mal im Internet geschaut. Da wurden norwegische Anleihen empfohlen. Bei näherer Prüfung stellte ich fest, dass die in Euro notieren und von der KfW Bank sind. Also nicht das was ich suche. Deshalb nun meine Frage. Gibt es eine Möglichkeit in Deutschland in NOK anzulegen. Es wäre schön, wenn Sie eine Antwort wüssten. Und es gibt vielleicht auch noch mehr Trader's Daily-Leser die das interessiert."
Meine Antwort:
Gute Frage - wüsste ich auch gerne! Und damit meine ich jetzt nicht Hebelzertifikate auf NOK, sondern wirklich solide Anlage. Festgeld, Anleihen.
Wenn jemand aus der Gemeinde diesbezüglich mehr weiß: Email an info@investor-verlag.de
Ich würde mich freuen, dem Leser und anderen Interessierten dazu nach Erhalt von Informationen mehr mitteilen zu können.
*** Und wieder einmal kann ich mich zurücklehnen und amüsiert genießen, was für skurrile Dinge sich menschliche Hirne ausdenken. Das Leben kann doch unterhaltsam sein.
"Diese Bürokraten", so ein Spruch ist mir eigentlich zu billig und gerade als Afrika-Reisender weiß ich, wie wichtig die Arbeit gerade von mitteleuropäischen Bürokraten ist.
Hier passt es aber.
Diese südkoreanischen Bürokraten.
Über eine kleine Pressemitteilung bin ich vor einiger Zeit gestolpert.
Um was es geht: In Südkorea liegt die Geburtenquote so niedrig wie in kaum einem Industrieland der Welt. Im Durschnitt bringt eine Frau im Laufe ihres Lebens dort nur 1,19 Kinder zur Welt. (Es müssten natürlich um die 2 sein, wenn die Bevölkerung konstant bleiben soll.)
Also sollen mehr Kinder geboren werden. In den Ministerien machte sich offensichtlich jemand Gedanken.
Elterngeld, verbesserte Kinderbetreuung?
Keineswegs. Stattdessen dieser grandiose Vorschlag:
Einmal im Monat (jeden dritten Mittwoch) soll zumindest in den Büros staatlicher Organisationen um 19:30 Uhr das Licht ausgehen. Damit sollen die Angestellten und Beamten gezwungen werden, nach Hause zu gehen.
(Übrigens fleißige Südkoreaner, bemerke ich nur am Rande...um 19:30 Uhr arbeiten also wohl noch viele in den Behörden.)
Ähm, ja und?
Nun, durch dieses gezwungene „nach-Hause-gehen" soll den Betroffenen mehr Zeit bleiben, um Kinder zu zeugen.
Was für ein grandioser Plan!
Bin gespannt auf Auswirkungen auf die südkoreanische Geburtenquote.
Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche,
Ihr
Michael Vaupel