North American Palladium wird 2010 wieder zum Produzenten
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Nebenwerte
vom 5. März 2010, 17:00 Uhr
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Derzeit ist North American Palladium jedoch immer noch nicht wieder ein Palladium-Produzent. Doch im zweiten Quartal soll es so weit sein, die Produktion erneut anlaufen. 140.000 Unzen Palladium sind im ersten Jahr geplant. Gewonnen wird das Edelmetall vorerst aus hochgradigem Material, das bereits vor der Schließung dafür deponiert wurde. Als nächstes wird die Förderung aus der bisherigen Untergrundzone Roby wieder aufgenommen werden.
Drittes Stadium dann wird die Erschließung des neuen Bereichs Offset sein, aus dem Material mit deutlich höherem Metallgehalt erwartet wird. Ziel ist bei voller Produktion eine Menge von 250.000 Unzen Palladium pro Jahr bei Produktionskosten, die deutlich unter den derzeit für die Produktionsaufnahme veranschlagten rund 350 USD liegen sollen. Ein weiterer Ausbau in den erst wenig erschlossenen Gebieten in der Umgebung wäre interessant, weil die Verarbeitungsanlagen mit der bisherigen Mine einschließlich der Offset-Zone (die mindestens bis 2018 produzieren wird) noch nicht voll ausgelastet sein werden. Das erhöht natürlich den Gewinn je produzierter Tonne Erz erheblich.
Übernahme ermöglicht Diversifikation zum Goldproduzenten
Doch North American Palladium hat aus der Krise noch eine weitere Lektion gelernt. Das Unternehmen will sich jetzt nicht mehr allein auf das volatil schwankende Palladium konzentrieren, sondern hat 2009 zu einem relativ günstigen Preis von 32 Mio. USD einen kleinen Goldproduzenten aufgekauft. Sleeping Giant ist der interessante Name der Erwerbung in einer bekannten Goldregion Quebecs. Die Mine lieferte in den vergangenen 20 Jahren durchschnittlich 50.000 Unzen Gold pro Jahr mit einem Gehalt von hohen 11,4 g/t Gold. Doch auf diese Mine und deren Zukunft möchte ich heute nicht mehr näher eingehen, denn uns interessiert für unsere kleine Serie ja vor allem das Palladium.
Wenn North American Palladium die versprochenen Pläne in diesem Jahr ohne größere Probleme umsetzen kann, wird die Firma wieder an ihre alte Stärke anschließen. Der Kurs der Aktie hat jedoch einiges von dieser Entwicklung bereits vorweg genommen, wie Ihnen Herr Buhl am Montag gezeigt hat. Mit einer Marktkapitalisierung von derzeit gut 500 Mio. USD (die Aktie notiert sowohl an der AMEX als auch an der TSX) ist North American Palladium schon kein Leichtgewicht mehr, obwohl die Trendwende in die grünen Zahlen noch nicht vollbracht ist.
Der Ausbruch auf ein neues Jahreshoch rückt näher
Nach eher zögerlicher Reaktion auf die Unternehmenszahlen in den vergangenen Tagen deutet sich nun aber an, dass der Ausbruch auf ein neues Jahreshoch doch noch gelingen kann. In den nächsten Tagen werden Anleger und Analysten die Manager des Unternehmens auf der wichtigen Messe PDAC in Toronto noch einmal gründlich auseinander nehmen. Sollte es dabei zu Aufstufungen kommen, wird ein neues Hoch und damit ein frisches Kaufsignal nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ein Stopp lässt sich relativ nahe unter die Jahrestiefs setzen, so dass sich Ihnen auch ein interessantes Chance-Risiko-Verhältnis bietet.
Natürlich darf ich Ihnen im Nebenwerte Daily keine konkrete Empfehlung zu diesem Wert geben. Diese erhalten Sie z.B. im bewährten Value Investor mit seinen lukrativen Edelmetall-Portolios.
Nun wünsche ich Ihnen wieder einmal ein schönes Wochenende. Genießen Sie ein weiteres Mal die frische weiße Pracht, die hier vor den Fenstern bereits wieder eine schöne Schneedecke gebildet hat. Freuen wird sich darüber erneut K+S, die in der kommenden Woche Zahlen abliefern wird. Bereits heute avisierte das Unternehmen einen gestiegenen Gewinn für Ihre Auftausalz-Sparte. Und schon bricht die Aktie auf ein neues Jahreshoch aus...
Herzliche Grüße,
Ihre Daniela Knauer
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von E Tschopp (05.03. 2010 20:46 Uhr):
Vielen Dank für den Bericht über North American Palladium. Diese Aktie war auch mal bei 13 Dollars angekommen. Also noch weit davon entfernt. Heute dokte Palladium wieder beim Jahreshöchst von 477 Dollars die Unze an, während die anderen Metalle an die Stelle treten. Beim Palladium muss anscheinend Angebot und Nachfrage aus dem Gleichgewicht gekommen sein. Der Preisanstieg kann nicht nur auf Spekulanten zurückzuführen sein. Wenn dem wirklich so ist, wie Mr. Brown in einem früheren Bericht dies ank¨ndigte, dann haben wir wirklich noch eine gefreute Zeit vor uns, was den Palladiumpreis anbetrifft. Denn das Aufholpotential gegenüber dem viel teurerern Platin ist noch gewaltig. Und sollte die Industrie wieder etwas an Fahrt gewinnen, dann erst recht. Also, noch ist das Palladium sehr billig zu haben, wie übrigens auch Silber, bei einem Goldverhälnis von 67:1 (ungerechterweise!), statt etwas 20:1.
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