Nordex: Zuletzt stirbt die Hoffnung?

Jochen Steffens in Investors Daily zum Thema TecDax
vom


von Jochen Steffens

Das krisengeschüttelte Energieunternehmen Nordex (ISIN DE0005873574) muss wegen "unerwartet" schwacher Auftragseingängen seine Prognosen senken. So rechnet das Unternehmen nun nicht mehr mit einem Umsatz von 300 Mio. Euro, sondern lediglich nur noch mit 230 Mio. Euro.


Das wird natürlich auch Auswirkungen auf den "Gewinn" haben. Dabei deuteten sich die Auftragsrückgänge bereits an.

Nordex begründete den Rückgang mit Projektverzögerungen, die im wesentlichen durch die Umstellungen bei der Finanzierung von Windparks durch deutsche Kreditinstitute und geänderte Netzanschlussregeln ausgelöst worden. Ansonsten sei das dritte Quartal nach Plan verlaufen.

Zudem habe Nordex im Ausland eine Reihe von Kaufverträgen unterzeichnet, die erst in den nächsten Quartalen als Auftragseingänge verbucht werden könnten.

Die Prognose, dass es im kommenden Geschäftsjahr zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung kommen soll, wurde bekräftigt. Im darauffolgenden Geschäftsjahr wird wieder die Gewinnzone angepeilt.

Leider kennen wir ja die Meldungen, die nach Umsatzwarnungen mit Versprechungen aufwarten. Nordex ist ein Pennystock, der in diesem Jahr bereits die 60 Cent gesehen hatte. Meine Einschätzung aus dem Juni hat sich nicht geändert: Die Schwierigkeiten von Nordex haben den "[ ...]Hintergrund, dass in Deutschland der Markt gesättigt ist. Die meisten lohnenswerte Standorte für Windkraftanlagen sind bereits vergeben. Eine Neuausrichtung auf andere europäischen Märkte gilt als unsicher, da auch die großen Energieversorger mittlerweile auf dem subventionierten Markt Windenergie drängen. Aus diesen Gründen: Kein Kauf.[ ...]"

Damals hatte Nordex sein Umsatzziel von 300 Mio. Euro noch bekräftigt. Aus diesem Grund kann ich auch den weiteren Beteuerungen nicht so recht Glauben schenken. Weiterhin kein Kauf.


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