Nordex langsam im Aufwind
Katja Kram in Insider Daily
vom 2. September 2010, 14:30 Uhr
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beim Windkraftanlagenhersteller Nordex ist seit Mitte August ein Insider massiv mit dem Kauf von Nordex-Aktien beschäftigt. Der Insider ist kein Unbekannter. Die Ventus Venture Fund GmbH, ein Unternehmen der Familie Klatten, hat sich in diesem Jahr immer wieder mit Anteilsscheinen des Windkraft-Spezialisten aus Norderstedt eingedeckt. Zuletzt besonders häufig im August.
Großaktionär stockt Anteil auf 25% auf
Die Ventus Venture Fund GmbH wird von Jan Klatten geführt, der unter anderem im Amt des Aufsichtsratchefs bei Nordex tätig ist. Nach Angaben des Ventus-Geschäftsführers plane man eine Erhöhung der Nordex-Beteiligung von 22 auf "mehr als 25 Prozent". Allerdings müsse diese Aufstockung beim Bundeskartellamt zur Prüfung angemeldet werden. Denn wird die 25-Prozent-Schwelle überschritten, muss das Kartellamt prüfen, ob durch den starken Einfluss des Aktionärs der Wettbewerb behindert wird.
Insider nutzen günstige Einstiegsgelegenheit
Nun nutzte die Beteilungsgesellschaft des Ehemanns von Quandt-Erbin Susanne Klatten, die Gelegenheit günstig Nordex-Aktien zu erwerben. Mit der Gesellschaft ihres Mannes ist die Familie Klatten auch Großaktionär bei Nordex. Die Unternehmerin Susanne Klatten, die als langfristig orientierte Investorin gilt, ist Aufsichtsratmitglied und Anteilseignerin bei BMW und darüber hinaus mit ihrer Beteilungsgesellschaft Skion an SGL Carbon beteiligt. Insgesamt schlug das Unternehmen Ventus Venture Fund GmbH im Zeitraum vom 17.08.2010 bis 27.08.2010 neunmal zu und erwarb 345.762 Anteilsscheine im Wert von 2.442.422,00 Euro. was einem recht günstigen Durchschnittspreis je Aktie von 7,06 Euro entspricht.
Doch nicht nur die Familie Klatten stockt die Anteile am Windkraftanlagenbauer auf. Jüngst meldet das Portal www.insiderdaten.de einen Insider-Kauf des Aufsichtsratsmitglied Dieter Maier. Er erwarb am 30.08.2010 10.000 Aktien von Nordex zum Preis von 7,13 Euro je Anteilsschein. Und wenn Unternehmenslenker zugreifen, geschieht das meist aus gutem Grund. Nun scheint sich eine Trendwende beim Windkraftspezialisten anzudeuten, denn zuletzt meldete Nordex wieder einen Anstieg beim Auftragseingang.
Geschäfte laufen langsam wieder an
So meldete der Konzern, dass noch in diesem Jahr insgesamt 40 Turbinen der Baureihen 1,5 und 2,5 MW nach China und Portugal ausgeliefert werden sollen. Auch Unternehmenslenker Thomas Richterich rechne wieder mit einer Belebung des Geschäfts. Wie der Vorstandschef schon Anfang August erklärte, könne Nordex damit das Ziel der Umsatzsteigerung in 2010 erreichen. Im Gesamtjahr will Nordex die Ebit-Marge auf 4 Mio. Euro steigern. Im Vorjahr lag die Ebit-Marge noch bei 3,5 Mio. Euro.
Ich wünsche Ihnen einen guten Börsentag.
Ihre
Katja Kram
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