Nokia übertrifft Analystenerwartungen
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 22. Januar 2004 18:00 Uhr
ENL5454
Der Handyhersteller Nokia hat im vierten Quartal einen Gewinn von 29 Cents je Aktie erzielen können, nach 26 Cent je Aktie im Vorjahresquartal. Die Analystenerwartungen wurden damit um einen Cent übertroffen. Dabei wurde das Ergebnis durch den starken Euro und den weiterhin bestehenden Problemen in der Netzwerksparte belastet. Obwohl Nokia mittlerweile auch in der Netzwerksparte eine deutliche Verbesserung erkennt.
Nokia verdiente mit 1,2 Mrd. Euro 12 % mehr als im Vorjahr. Allerdings sank der Umsatz um 1 % auf 8,8 Mrd. Euro. Währungsbereinigt wäre das ein Umsatzplus von 8 % gewesen.
Damit konnte Nokia seinen Marktanteil leicht auf über 38 % ausbauen, verfehlt aber immer noch die angestrebten 40 %.
Im Gesamtjahr 2003 stieg der Gewinn um 9 % auf 5,34 Mrd. Euro. Der Umsatz sank um 2 % auf 29,4 Mrd. Euro- währungsbereinigt wäre ein Anstieg von 7 % geblieben.
Positiv hat erneut die Handy-Sparte das Ergebnis beeinflusst. Nokia erzielte hier einen Rekordumsatz von 23,6 Mrd. Euro, das ist ein Zuwachs von 2 %. Der Absatz von Nokia-Mobiltelefonen stieg um 18 % auf 179,3 Mio. Stück. Das ist unter anderem auf die neuen Handys mit Farbdisplay zurückzuführen.
Beim Ausblick auf das laufende erste Quartal, geht Nokia von einem weiteren Umsatzanstieg von 3–7 % im Jahresvergleich aus. Nokia ist nicht ganz uninteressant und kommt auf die Watchliste.