NOCH ist nichts passiert
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom 18. August 2010, 13:00 Uhr
ENL5462
Charttechnisch, sowohl aus Elliott-Wellen-Sicht als auch nach klassischen Methoden, spricht derzeit NOCH alles für steigende Kurse, aber ich habe Ihnen bereits gesagt, dass nun Eile geboten ist und der DAX langsam liefern muss. Jetzt wird's immer enger! Schauen Sie sich noch einmal die Charts von Montag an und Sie wissen, was ich meine.
Klingt ein wenig panisch, ist es aber NOCH nicht. So ist es im Prinzip nur natürlich, dass die Experten die Zukunft nicht mehr ganz so rosig sehen, weil wir uns eben zumindest in Deutschland auf einem extrem hohen Niveau bewegen.
Dementsprechend kurz viel auch die Reaktion an den Börsen aus.
Lediglich eine Kerze mit einem langen Docht und der Schrecken war vorbei. Unbeirrt konnte der DAX seine Erholungsbewegung am Dienstag fortsetzen. Allerdings zeigt der folgende Chart, wie knapp die ganze Sache verlief.
Sie kennen den Chart bereits aus dem Beitrag vom letzten Freitag, den 13. August.

(Quelle: CFX-Broker) DAX, Candle-Stick, 1-Stunden-Kerzen
Welle 5 startet mit leichter Verspätung
Ich hatte den Beginn der Welle 5 mit dem erreichen der unteren Trendlinie (blau) etwas früher erwartet.
Bereits am Montag hatte ich in den Charts aus der Marketindex-Plattform diese Linie des Trendkanals etwas tiefer eingezeichnet (rote Linie). Diese Linie schneidet nun exakt das Tief aus der übergeordneten Welle 2 (blau) bzw. der Welle (c) und trifft so auch annähernd die aktuellen Tiefs aus dem Ende der Welle 4 (blau). Dadurch zeigt sich die momentan sehr wichtige Kreuzunterstützung bei ca. 6.050 Punkten, die zuletzt mehr und mehr an Bedeutung gewann.
Mit den nun steigenden Kursen im DAX kann der Beginn der Welle 5 jetzt etwas verspätet vermeldet werden. Den grünen Pfeil, der die Tendenz (jedoch natürlich nicht den exakten Verlauf) darstellt, habe ich entsprechend nach rechts verschoben (den alten Pfeil habe ich für eine bessere Nachvollziehbarkeit stehen lassen). Der Verlauf dürfte im idealtypischen Fall eher den grauen Linien ähneln.
Bei einem solchen Verlauf ist nun auch wieder der Ausbruch der Kurse nach oben denkbar, an dem zuletzt echte Zweifel aufkamen. Aber es bleibt dabei - the Trend is your Friend.
Idealerweise korrigiert der DAX nun im Rahmen der Welle 4 knapp unterhalb der massiven Widerstandsmauer, die sich durch die vielen Hochs auf gleichem Niveau aufgetürmt hat, holt noch einmal Luft und schafft dann dynamisch den Ausbruch.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von WG (19.08. 2010 01:37 Uhr):
Sehr geehrter Herr Weisenhaus, den ZEW-Index würde ich nicht so ernst nehmen, weil da sich nach dem Wind drehende Analysten und Bankleute tätig sind, die u.a. auch von den Leitlinien ihrer Arbeitgeber abhängig sind. MfG W.G.
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (24.08. 2010 11:03 Uhr):
Guten Tag! - - - Völlig richtig. Auch im Beitrag vom 23. August hatte ich zum Philly-Fed-Index geschrieben: "Aber auch der Philly-Fed-Index ist lediglich ein umfragebasierter Index." - - - In der letzten Zeit habe ich sehr viele Konjunkturdaten genannt und betrachtet. Es macht natürlich die Summe der schlechten Nachrichten aus, die einen insbesondere für die Märkte der USA bedenklich stimmen sollten. - - - Allerdings wird sich der DAX nicht von den US-Indizes langfristig abkoppeln können und gerade in einer derart angespannten und zugespitzten (Dreieck) charttechnischen Situation im DAX können einzelne Nachrichten zu Kursbewegungen führen, die weitere charttechnisch motivierte Bewegungen nach sich ziehen. - - - So schrieb ich ja auch: "Auf Grund der deutschen Exportabhängigkeit geht das größte Risiko für die Konjunktur von einer schwachen wirtschaftlichen Entwicklung wichtiger Außenhandelspartner, wie etwa den anderen Euroländern und den USA, aus." Und so sind Stimmungsindikatoren wie der ZEW möglicherweise erste Anzeichen für ein Überschwappen. - - - Ich werde die Sache weiterhin für Sie beobachten, zumindest, bis sich der DAX für eine Richtung entschieden hat. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (24.08. 2010 11:03 Uhr):

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