Noch einmal Neuigkeiten vom zweitgrössten Zinkproduzenten der Welt
Andreas Lambrou in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 12. Dezember 2006 20:45 Uhr
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Liebe Leser,
wie Sie sich bestimmt erinnern mögen, habe ich Ihnen gestern vom zweitgrössten Zinkproduzenten der Welt und dessen Produktionsausfall in der weltweit zweitgrössten Zinkmine berichtet. Jetzt gibt es bereits wieder signifikante Neuigkeiten zu erzählen.
Zweitgrösster Zinkproduzent bald weltweit Grösster
Der Name des bislang zweitgrössten Zinkproduzenten, welchen ich ebenfalls in meinem Depot im Tiger and Dragon empfohlen habe, lautet Zinifex. Ich denke nach 70 % Kursanstieg seit meinem Kauf kann ich den Namen durchaus einmal nennen, denn ich empfehle den Wert aktuell auch nicht mehr zum Kauf. Ausserdem ist es eine absolute Ausnahme, dass ich diese Empfehlung beim Namen nenne, denn schliesslich sollen ja auch noch ein paar Leser meinen Börsenbrief bestellen und die jetzigen Leser wären sicher nicht erfreut darüber, wenn sie die Empfehlungen in einem kostenlosen Newsletter wiederfinden könnten. (http://www.investor-verlag.de/?TAD5143)
Das australische Unternehmen hält, wie gesagt, unter anderem die weltweit zweitgrösste Zinkmine.
Nun gab das Unternehmen eine berauschende Fusion bekannt, dessen Ergebnis der wohl weltweit grösste Zinkproduzent werden wird.
Die Fusion
Nun haben sich die Unternehmen Zinifex und die belgische Umicore SA gestern dazu entschlossen, ihre Zinkschmelzanlagen, sowie die Legierungsoperationen zusammenzuschliessen.
Dies wird der Welt grössten Zinkproduzenten kreieren. Zinifex wird dabei 60 % der Anteile am neuen Konzern beisteuern. Umicore 40 %.
Dazu fällt mir eine kleines persönliches Erlebnis ein. Denn ich hatte einmal die Gelegenheit das zu Umicore gehörendes Werk zum Recycling von Elektronikschrott, Abgaskatalysatoren und Fotofilmen zu besichtigen. Damals gehörte das Werk soweit ich weiss noch zum DEGUSSA Konzern. In der Zwischenzeit muss die Degussa sich also von diesem mittlerweile hochattraktiven Geschäftsbereich verabschiedet haben. Oft wechseln am Ende eines langen Bärenmarktes die Besitzer von sehr tief bewerteten Vermögenswerten und genau dies war wohl auch hier der Fall.
Zusammen werden die beiden Unternehmen voraussichtlich 1,2 Millionen metrische Tonnen an Zink und Zinklegierungen pro Jahr produzieren.
Das neue Unternehmen hat einen Wert von 1,5 Milliarden US Dollar
Interessant ist allerdings, dass die Schmelzanlagen bisher den grossen Schönheitsfleck an Zinifex in den Augen anderer möglicher Interessierter boten. Da die Schmelzanlagen nicht mit der Rentabilität des Unternehmensrestes mithalten können.
Jetzt wo dieser Makel beseitigt, die Schmelzanlagen als eigene Firma also outgesourct werden, ist Zinifex ein potenzieller Übernahmekandidat geworden.
Ganz im Sinne dieser Spekulation, zog der Kurs der Aktie auch sofort um 7 % an.
Dies alles spielt sich im Sinne eines grossen gegenwärtigen Trends ab
Ja liebe Leser wir befinden uns mitten in einem grossen Trend der Fusionen und Übernahmen innerhalb des globalen Minensektors.
Denn aufgrund steigender Metallpreise, haben viele der Produzenten genügend Cash Flow herumliegen um sich wo anders einzukaufen. Hierbei kaufen nicht nur die Big Caps die kleinen auf. Nein, auch die Kleineren schlucken sich gegenseitig oder fusionieren kurzerhand, um den grossen Paroli zu bieten. Oftmals werden Unternehmen auch zerschlagen. Man entledigt sich der leidigen Konkurrenz, indem man sie aufkauft und die einzelnen Einheiten wieder verkauft um sich einen neuen Cash Flow zu generieren.
Nun ja, liebe Leser, dem Zinkpreis tut dies jedenfalls gut. Der stieg nämlich wieder auf über 2 US Dollar pro Pfund.
Ihr
Andreas Lambrou
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