Nichts, auf das man sich freuen kann ...
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily
vom 24. September 2004 18:00 Uhr
ENL5454
Sehen Sie sich diese US-Staatsanleihen an! Anstatt zu fallen – wo doch die Leitzinsen erhöht worden sind und die Inflationsrate steigt – steigen sie! Sie sagen uns, dass wir aufpassen sollen ...
George W. Bush sagt uns, dass sich die amerikanische Wirtschaft weiter stärkt und dass sich der Irak auf dem Weg zu Frieden und Wahlurnen befindet. Er liegt offensichtlich mit beiden Einschätzungen falsch.
Und überall in den USA haben die Leute mittlerweile Probleme, ihren Verpflichtungen nachzukommen.
Die Stadt San Diego hat 1,2 Milliarden Dollar an Pensionsverpflichtungen, die sie nicht decken kann.
General Motors hat so viele unverkaufte 2004er Modelle, dass diese Wagen zu einer 0 %-Finanzierung (für 6 Jahre!) angeboten werden, um sie los zu werden. Aber General Motors schuldet seinen Angestellten auch soviel Pensionszahlungen und Gesundheitsfürsorge, dass es für dieses Unternehmen fast unmöglich ist, jemals Gewinn zu machen. Bei Honda kostet jeder Wagen die Gesellschaft umgerechnet 107 Dollar an Pensionszahlungen und Gesundheitsfürsorge. Aber bei General Motors liegen diese Kosten bei 1.360 Dollar. Sie können sich denken, wie hoch dieser Kostenanteil bei den chinesischen Herstellern ist. Wie kann General Motors da wettbewerbsfähig sein? Wie kann dieser Anbieter im Geschäft bleiben?
Was würden Sie tun, wenn Sie in eine solche Situation kommen würden?
"Willkommen in der Pleite-Wirtschaft", sagt Jim Tubak bei TheStreet.com. Man senkt die Kosten ... durch den Wettbewerb gezwungen, natürlich ... aber man kann die Kosten nicht senken – besonders nicht die Versprechen, die man den Angestellten gemacht hat. Dann erklärt man den Bankrott. Was kann man sonst tun?
Pleite gehen. Kosten senken. Arbeiter entlassen. Ausgaben kürzen.
Das ist nichts, auf das man sich freuen kann. Aber es ist das, womit man rechnen sollte.
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