Nicht enden wollende Marktlügen der Regierung
Thomas DiLorenzo in Traders Daily
vom 7. Juli 2009, 12:00 Uhr
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Der Zweck einer Regierung ist, dass die, die die Regierungsgeschäfte führen, diejenigen ausplündern, die es nicht tun. Während der gesamten Geschichte haben die Regierungen Gewalt, Einschüchterungen, Zwang und Massenmord genutzt, um dieses System durchzusetzen.
Aber die erste „Verteidigungslinie" der Regierung ist immer ein Sturm der Lügen - über die eigene angebliche Wohltätigkeit, den Altruismus, den Heldenmut und die Größe. Hinzu kommen ebenso große Lügen über die „Übel" der zivilen Gesellschaft, ganz besonders über den freien Markt.
Die Schuld für die aktuelle Wirtschaftskrise - die von den Zentralbanken der Regierung entfacht wurden, unter anderem mit ihrer Boom-und-Krisen-Politik - wurde wieder einmal auf „zu geringe Regulierung" und zu viel Freiheit geschoben.
Werden die Amerikaner jemals hinter die größte unter all den Großen Lügen der Regierung kommen?
Als die Pilgerväter nach Amerika kamen, da hungerten sie fast zu Tode, weil sie die kommunale Landwirtschaft aufgegriffen haben. Als William Bradford, der Leiter der Mayflower Expedition, dahinter kam, da reorganisierte er die Pilger aus Massachusetts zu einem Regime des privaten Landbesitzes.
Die Anreize, die durch den Privatbesitz geschaffen wurden, führten unmittelbar zu einer dramtischen Wirtschaftlichen Trendwende und der Rest ist Geschichte. Die meisten Geschichtsbücher ignorieren diese Realität jedoch, und geben die Schuld an der Hungerkrise der Pilger der unternehmerischen Gier auf Seiten des Mayflowerunternehmens.
Nach der Amerikanischen Revolution war es notwendig geworden, Straßen und Kanäle zu bauen, damit der Handel expandieren und die Wirtschaft gedeihen konnten. George Washingtons Finanzminister, Alexander Hamilton, erklärte in seinem berühmten „Report on Manufactures", dass der private Bau von Straßen und Kanälen niemals ohne Subventionen von der Regierung Erfolg haben würde.
Der Finanzminister von Thomas Jefferson, Albert Gallatin, pflichtete dem bei. Zur gleichen Zeit waren die privaten Kapitalmärkte und die private „Schlagbaumindustrie" eifrig damit beschäftigt, tausende von Meilen privater Straßen zu finanzieren, ohne jedwede Hilfe durch die Regierung.
Als die Regierungen dann doch beim frühen amerikanischen Straßenbau eingriffen, da war es fast überall eine finanzielle Katastrophe, so dass bis 1860 nur Missouri und Massachusetts die Verfassungen des Bundesstaates noch nicht dahingehend erweitert hatten, dass sie die Verwendung von Steuergeldern für „interne Verbesserungen" verboten.
In den von der Regierung geleiteten Schulen wurde den Amerikanern beigebracht, dass die industrielle Revolution nach 1865 schlecht für die Arbeiterklasse war, und Arbeits- und Lohnregulierungen notwendig machte, sowie die Schaffung und das Wachstum der Gewerkschaften. In Wahrheit haben die Menschen das Landleben zu Gunsten der Fabriken verlassen, weil letztere bessere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen brachten.
Zwischen 1860 und 1890 sind die Reallöhne in Amerika um 50% gestiegen, nachdem eine Myriade neuer Produkte erfunden wurde und für die durchschnittlichen Arbeitnehmer dank der geringen Kosten und der Massenproduktion erschwinglich wurden. Es waren Kapitalinvestitionen, die die Produktivität der Arbeit massiv steigern konnten, was es ermöglichte, dass die Arbeitsstunden von durchschnittlich 61 Stunden in der Woche im Jahr 1870 auf durchschnittlich 48 Stunden im Jahr 1929 zurückgingen.