Nicht angenehm, aber notwendig...
Dr Steve Sjuggerud in Investors Daily
vom 20. August 2010, 18:00 Uhr
ENL5462
"Das Herz ist zu schwach, um zu operieren," sagte uns der Chirurg letztes Wochenende.
Es war hart, das zu hören. Es ist jetzt einige Zeit her, als mein Vater in die Herzintensivstation im Florida Krankenhaus in Orlando gebracht wurde.
Die Nachrichten sind besser geworden. "Ich kann Entwarnung geben," sagte der Chirurg dann einige Zeit später. "Wir werden Sie bald entlassen. Nach den Weihnachtsferien werden wir noch einmal überprüfen, ob wir operieren können."
Glück im Unglück: Mein Vater war immer bei klarem Verstand. Er hat überraschend wenig Schmerzen gehabt. Der ganze Tumult hat ihn eher überrascht.
Es ist schwer, in einer Intensivstation über Hoffnungen und Träume zu sprechen; die nächste Familienreise, sein Handycap beim Golf verbessern ... diese Themen stehen dort einfach nicht auf dem Programm. Die nächsten Ziele sind viel einfacher gestrickt ... nach Hause kommen, die Familie an Weihnachten sehen, und die Hoffnung, dass das Herz im neuen Jahr stark genug ist und der Chirurg seine Meinung ändert.
Aber wir müssen wirklich etwas Wichtiges erledigen, wenn er nach Hause kommt. Es ist nicht angenehm, aber es muss getan werden...
Ich habe erfahren, dass mein Vater die Familien-Angelegenheiten auf einigen Computern gespeichert hat. Ich habe auch erfahren, dass meine Mama nicht so der Computer-Crack ist. Das beunruhigte mich, meine Eltern müssen ihre Angelegenheiten in Ordnung bringen.
Das war kein Gespräch, das ich gerne anfangen wollte... Es ist ähnlich wie ein Gespräch mit einem Lebensversicherungsagenten. Sie wollen einfach nicht in Betracht ziehen, dass Sie eines Tages sterben werden. Aber das ist unvermeidlich.
Falls Sie im Ruhestand sind: Haben Sie mit Ihren Kindern schon über Ihre Familienangelegenheiten gesprochen?
Wenn Sie morgen nicht mehr hier wären, was würde passieren? Würden Sie Ihren Kinder ein Durcheinander hinterlassen?
Ich gebe es zu... Wenn sowohl meine Frau als auch ich morgen nicht mehr hier wären, würde ein anderes Familienmitglied eine riesige Aufgabe haben, um die Dinge zu ordnen. Das Regeln unserer Angelegenheiten scheint nie die höchste Priorität zu haben. Aber meine Prioritäten haben sich geändert.
Ich führte schließlich das Gespräch mit meiner Mutter. Ich hatte Glück. Ich war beeindruckt und erleichtert, wie organisiert sie waren, und meine Mutter musste nicht ins Detail gehen. Bevor wir sprachen, dachte ich, dass ich meine Ärmel hochkrempeln und helfen müsste. Aber er ist alles geregelt.
Ich weiß jetzt, wo alle wichtigen Papiere zu finden sind. Aber ich kenne den Inhalt nicht, aber den werde ich hoffentlich auch erst in ferner Zukunft erfahren.
Ich kann Ihnen nur raten, dieses Gespräch mit einem Familienmitglied zu führen, dem Sie sehr vertrauen... Und ich denke, am besten ist es so:
1) Seien Sie so organisiert, wie Sie können.
2) Suchen Sie das Gespräch. Erleichtern Sie Ihre Familie, indem Sie die Dinge im Griff haben.
3) Zeigen Sie ihnen, wo Sie alle Papiere aufbewahren.
Warten Sie nicht auf einen Notfall, bevor Sie dieses Gespräch haben...
Ein schönes Wochenende
Steve
ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Hans Heider (22.08. 2010 16:06 Uhr):
How right you are! Herzlichen Dank für den Anstoß. Hans Heider
Antworten - Kommentar von Michael Friebe (23.08. 2010 09:15 Uhr):
Sehr guter Gedankenanstoß, werden diesen Brief mal an meinen Vater (85)weitersenden. Irgendwie schiebt man das sonst immer weiter vor sich her - es gibt ja soviel wichtigeres. Herzliche Grüße Michael Friebe
Antworten
Artikel weiterempfehlen