Nicht alle Zahlen können überzeugen
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 16. Juli 2009, 17:43 Uhr
Licht und Schatten gibt es bei der Durchsicht der bisher veröffentlichten Unternehmens- und Konjunkturdaten zu vermelden. Bei den Unternehmen enttäuscht beispielsweise der Handy-Hersteller Nokia, während die US-Bank JPMorgan Chase die Expertenschätzungen klar übertreffen kann. Auf der Konjunkturseite überzeugt der Einbruch bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Der Philadelphia-Fed-Index, der stärker fiel als erwartet, sorgt hingegen für etwas Ernüchterung. So war ein Umfeld geschaffen, welches eher auf eine Konsolidierung der Aktienmärkte hindeutete. Doch die Bullen lassen einfach nicht locker: Sie haben den Kampf mit der magischen 5.000er-Marke aufgenommen.
Am Morgen haderte ich noch mit meinen letzten Ergebnissen, die zwar nicht schlecht waren, aber eben viel besser hätten sein können. Außerdem und das belastete viel mehr, wurde erneut die Waschmaschine repariert. Das Ergebnis hätte nicht besser sein können. Heute war mein Tag! Erstens funktioniert sie wieder und zweitens war es ein Kulanzfall. Und der Dax hat mich auch wieder lieb!
Trading-Chancen des Tages - Rückblick
Knapp an der magischen 5.000er-Marke gescheitert
Dax (DAX.I)
In der Morgenausgabe hatte ich geschrieben, dass das Juni-Hoch nicht mehr weit wäre, wenn es gelingt, die 5.000er-Marke zu überspringen. Diese Voraussetzung wurde fast geschaffen. Am Nachmittag gab es ernstzunehmende Angriffe der Bullen, dieses Bollwerk zu sprengen - hier verläuft auch noch der langfristige Abwärtstrend.
Zunächst startete der Dax etwas tiefer als ich erwartet hatte. Daher verpasste ich hier einen möglichen Long-Einstieg. Bereits heute morgen hatte ich mit dem Überwinden des gestrigen Hochs einen weiteren Einstieg vorausgesagt, falls ich knapp oberhalb der 4.900er-Marke nicht zum Zuge komme. Bei 4.952 Punkten wurde meine Position eröffnet. Doch etwa eine halbe Stunde nach Börseneröffnung korrigierte der deutsche Leitindex und drückte den Dax in unmittelbare Nähe der 4.900er-Zone. Klar: Auf dem Weg dorthin wurde ich ausgestoppt (Ausführung: 4.926,5). Nachdem der Dax dann wie erhofft bei 4.900 wieder nach oben drehte, bekam ich meine zweite Chance. Diese nutzte ich! Meine Long-Order wurde bei 4.912 Punkten ausgeführt.
Ein Traum: Der Trade befand sich von Beginn an ausschließlich in der Gewinnzone. So lässt es sich natürlich leicht und entspannt traden. Kurz nach 12.00 Uhr gab es dann eine stärkere Aufwärtsbewegung. Diese Bewegung habe ich aber nicht vor dem Computer-Bildschirm mitbekommen, sondern verfolgte diese via Handy bzw. MobileTrader. Ich holte ausnahmsweise meine Kinder vom Kindergarten ab, mit dem MobileTrader geht das nun auch viel einfacher und stressfreier. Zumindest laufende Positionen können so optimal gemanagt werden.
Jeder erwartete nun am Nachmittag den Sprung über die 5.000er-Marke. Wenigstens ein paar Pünktchen darüber sollte es eigentlich gehen, damit die Dax-Puts, die ihren Stopp-Level bei 5.000 Punkten haben, abgesahnt werden. Es fehlte aber etwa ein Punkt für dieses Ereignis. Ich bin dann bei 4.991 Punkten ausgestiegen. Etwas wartete ich dann noch auf das 5.000er-Ereignis. Hier hätte ich mich dann auf diesem hohen Kurs-Niveau auf die Suche nach einem Short-Einstieg gemacht. Doch ich breche nun, etwa eine halbe Stunde vor Xetra-Handelsschluss, meinen Arbeitstag ab. Mein Tagessoll ist schon längst in trockenen Tüchern!
Ergebnis: Gewinn 53,5 Dax-Punkte
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Auch heute kennt der Dax nur eine Richtung. Die Aufwärtsbewegung seit Montag dieser Woche will einfach kein Ende nehmen.