Neues aus Deutschland, Europa und der Welt
Katja Kram in Insider Daily
vom 26. Februar 2010, 14:30 Uhr
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heute berichtet nur ein DAX-Schwergewicht wie das vergangene Jahr wirtschaftlich gelaufen ist. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer präsentierte heute Morgen seine Jahresabschlusszahlen für 2009. Doch nicht nur hierzulande gibt es interessante Neuigkeiten aus Unternehmen. Die spanische Telefonica meldte gute Zahlen zum Schlussquartal 2009 und der amikanische Computerhersteller Apple sorgte mit einem überraschenden Beschluss auf der Hauptversammlung unter Anlegern für Furore.
Bayer in 2009 noch krisengeschwächt
Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet heute auf ihrer Website, dass die Krise Bayer stärker gebremst hat als erwartet. Demnach sank der Gewinn um ein Fünftel auf etwa 1,36 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) und vor Sondereinflüssen ging um 6,6% auf 6,472 Mrd. Euro zurück. Auch beim Umsatz musste der Konzern aus Leverkusen im abgelaufenen Geschäftsjahr Einbußen hinnehmen. Der Umsatz sank um 5,3% auf 31,168 Mrd. Euro zurück.
2010 dürfte das Ergebnis wieder steigen
Die Analysten zeigten sich von Bayers Zahlenwerk leicht enttäuscht, denn der Konzern verfehlte deren operativen Ertrags- und Umsatzerwartungen. Die von Bayer selbst gesteckten Ziele erfüllte der Konzern jedoch annähernd. Für 2010 ist das Chemie- und Pharmaunternehmen zuversichtlich. So geht man im Hause Bayer davon aus, dass das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sonderposten im laufenden Jahr in Richtung 7 Mrd. Euro steigen dürfte, sagte Konzernchef Werner Wenning gemäß einer Mitteilung.
Telefonica übertrifft die Markterwartungen deutlich
Der spanische Telekommunikationskonzern gab heute seine Zahlen für das vierte Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres bekannt. Wie manager-magzine.de unter Berufung auf Dow Jones Newswires mitteilte, hat der spanische Konzern die Erwartungen der Analysten mit seinem Zahlenwerk übertroffen. So konnte Telefonica vor allem von einem guten Geschäft in Lateinamerika und Europa profitieren und damit die schwache Perfomance im Heimatmarkt kompensieren. Wie das Unternehmen aus Madrid verlauten lies, stieg das Nettoergebnis um 22% auf 2,44 Mrd. Euro. Analysten hatten hier im Schnitt mit 2,3 Mrd. Euro gerechnet. Der Umsatz kletterte im Schlussquartal um etwa 1,2% auf 14,98 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen legte gegenüber dem Vorjahr ebenfalls leicht um 1,4% auf 5,98 Mrd. Euro zu. Für das laufenden Geschäftsjahr ist der spanische Telekommunikationskonzern optimistisch gestimmt und rechnet damit, ein Ergebnis je Aktie von 2,10 Euro erreichen zu können.
Apple: Keine Extra-Dividendenausschüttung für Aktionäre
Am Donnerstag fand im kalifornischen Ort Cupertino die Jahreshauptversammlung des beliebten Computer- und Unterhaltungselektronik-Herstellers Apple statt. Top Thema war neben der Eröffnung neuer Filialen in China vor allem die Verwendung der angesparten Barreserven des Konzerns. Wie die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer heutigen Online-Ausgabe berichtet, sitzt bei Steve Jobs die Geldbörse nicht so locker, wenn es um die Ausschüttung von der Dividende geht. Trotz Milliardenrücklagen will der Apple-Chef das reichlich vorhandene Geld nicht an seine Aktionäre ausgeben.
Job's hat Rücklagen anderweitig verplant
Die Rücklagen an kurzfristig verfügbarem Geld, die sich Ende vergangenen Jahres auf rund 25 Mrd. Dollar beliefen, will der Konzernlenker für etwas anderes einsetzen. So sagte Jobs gestern, dass er das Finanzpolster bewahren wolle, um auch mal ein "dickes, fettes" Risiko eingehen zu können. Klingt so als plane man im Hause Apple größer Zukäufe, ohne gleich einen Kredit aufnehmen zu müssen. Damit würde Apple allerdings von seinem Kurs abweichen, denn bisher hat der Konzern kleinere Technologiefirmen gekauft. Experten gehen aber eher davon aus, dass Apple vermutlich keine Übernahmen plane, sondern ein Aktienrückkaufprogramm starten wolle.
Ich wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende.
Ihre
Katja Kram
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