Neues aus der Gerüchteküche
Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 16. Februar 2010, 07:30 Uhr
ENL5462
Zum Höhepunkt der Faschings- bzw. Karnevals-Zeit schickt es sich an, der tristen Lage mit einem Schuß Humor" zu trotzen:
Eine Oma möchte ein Konto eröffnen und gleich 1000 Euro einzahlen: "Ist das Geld bei Ihnen auch sicher?" fragt sie. Aber selbstverständlich", meint der Kassierer. Aber wenn die Bank in Konkurs geht, was dann?" Dann haftet entweder die Landesbank oder die Bundesbank." Und wenn die auch kaputtgehen?" Dann kommt die Bundesregierung für den Schaden auf". Und wenn die auch kaputtgeht?" Aber liebe Frau - das wird Ihnen doch 1000 Euro wert sein, oder?"
Apropos Staatsbankrott, erst gestern standen diverse Staaten vor dem Abgrund. Ob diese heute (kurz-), morgen (mittel-) oder erst übermorgen (langfristig) einen Schritt weiter sein werden, ist sehr, sehr schwer zu beantworten. Es wäre aber äußerst fatal, zeitlich die Evolution der Eigendynamik des Vertrauensverlustes zu unterschätzen. Am Ende des Tages hängt nämlich alles am seidenen Vertrauens-Faden.
Wiedereinführung der D-Mark?
Seit Tagen kursieren in den einschlägigen Krisen-Foren auch die wildesten Gerüchte bzgl. der Neuauflage der D-Mark. Immerhin würden laut einer aktuellen Emnid-Umfrage (im Auftrag von Bild am Sonntag) 46 Prozent der Deutschen die Wiedereinführung der D-Mark befürworten, falls der Euro zu einer Weichwährung mutieren sollte.
Möglichkeit des Ausschlusses aus der Währungsunion
Sehr interessant waren in diesem Kontext auch die Äußerungen des Chefs des Bayerischen Finanz-Zentrums, Professor Gerke. Wenn ein Land sich nicht eurowürdig zeigt, dann muss man auch Konsequenzen ziehen dürfen", sagte Gerke gestern im Bayerischen Rundfunk. Es müssten im Vertrag auch Ausstiegsmöglichkeiten geschaffen werden. Und auch für die übrigen Pleite-Kandidaten werde irgendwann der Punkt kommen, an dem es keinen Sinn mehr mache, diese Länder mit ihrer Schuldenpolitik im Euro zu halten. Die europäische Gemeinschaftswährung müsse im Interesse aller eine starke Währung bleiben.
Gold in Euro auf Allzeithoch
Fakt ist allerdings, dass am gestrigen Rosenmontag der Goldpreis in Euro ein neues Allzeithoch erklimmen konnte. Am Abend kostete die Feinunze Gold fast 809 Euro. Eine Unze der Goldmünze Krügerrand konnte für 828 Euro erstanden werden. Eine Unze Wiener Philharmoniker in Silber war für 13,7 Euro zu haben.
Last but not least sei gerade für die Silber-Bugs der Hinweis auf die unabhängige website
gestattet, welche u.a. ebenfalls Preisvergleiche anbietet.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Corrado Magro (16.02. 2010 10:35 Uhr):
seit 1956-57 (damals knapp 17) ist mir das Konstruktum EG oder MEC ein Dorn in der Auge gewesen. In Europa sind nicht eine Konturlose und Kulturlose Realität. Das Schmelzen in einer Union wird immer eine Kosmetik bleiben, weil jedes Land seine Authentizität unterdrucken muss (rede als Italiener). Ohne das skandalöse Verhalten mite der EU.Subvenktionitis zu erwähnen, sehe ich die Euro-Stabilität auch sehr gefährdet. Persönlich würde ich das Euro als internationale Devise von EZB sehen aber jedes Land sollte mit einer eigenen Währung die eigene Verantwortung und gegenüber EZB auch die eigene Konsequenzen tragen. Noch sind wir am Anfang der zukunftigen Problematik und mit dem ersparten zahlen wir ein riesen burokratischen wirkungslos Apparat in Bruxelles, Strasburg usw.. Wofür?
Antworten - Kommentar von rolf birnbaum (16.02. 2010 14:14 Uhr):
Helmut Schmidt hat davor gewarnt,was passieren wann Europe zu schnell expandiert,und das vor Jahren.Jetzt sitzen wir alle in der erster Reihe
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