Neuer Bullenmarkt bereits gestartet?
Jürgen Schmitt in Insider Daily
vom 26. März 2009, 14:30 Uhr
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Der bekannte Fondsmanager Mark Mobius sieht den Startschuss für einen neuen Bullenmarkt zumindest in den Emerging Markets bereits gefallen. Nach dem Rekordausverkauf gäbe es nun vor allem in Asien massenweise Schnäppchenkurse. "Ich habe das Gefühl, dass wir auf einen Boden gestoßen sind und das Fundament für einen neuen Bullenmarkt gelegt worden ist", äußerte Mobius gegenüber Bloomberg-TV. Endlich wieder einmal eine prominente Stimme, die sich öffentlich gegen den Weltuntergang stemmt. Und ich habe noch einige Meldungen für Sie, die sich so gar nicht in die zahlreichen Katastrophen- Szenarien einarbeiten lassen. So haben die US-Banken Goldman Sachs und Bank of America durchblicken lassen, dass sie beabsichtigen, recht zeitnah die bislang in Anspruch genommenen Staatshilfen zurückzuzahlen - zumindest schon einmal einen Teil davon. Und der Staatsfonds von Abu Dhabi steigt mit rund 2 Mrd. Euro bei Daimler ein, womit die Schnäppchenjagd nun auch die erste Reihe auf dem deutschen Kurszettel erreicht hat.
Die Deutschen kaufen lieber teuer statt wirklich preiswert
Wann reagieren aber eigentlich die deutschen Institutionellen? Diese haben sich in den letzten Monaten praktisch mehr oder weniger komplett aus Aktien verabschiedet. Die Hannover Rück hatte sich sogar öffentlich dafür gelobt, ihre Aktienquote auf 0% heruntergefahren zu haben - was übrigens fast exakt mit dem bisherigen DAX-Tief einherging. Erfahrungsgemäß kehren diese aber erst wieder dann verstärkt zurück, wenn der Markt schon ein gutes Stück gelaufen ist. Dann wird praktisch die nächste Runde im Aufwärtstrend eingeläutet. Warum Versicherer und sonstige Institutionelle aber in den letzten Jahrzehnten permanent erst dann auf den Zug aufspringen, wenn Aktien wieder deutlich teurer geworden sind, bleibt deren Geheimnis. Für Sie spielt das keine Rolle. Gekauft wird, wenn Aktien billig sind - und das ist nach wie vor der Fall. Mit den zum Teil riesigen Schwankungen müssen wir aber wohl noch eine Weile leben. Das ist die fast zwangsläufige Konsequenz nach dem Crash der letzten Monate.