Neue Internetblase ahoi?
Natalin Grom in Insider Daily
vom 20. Juni 2011, 14:30 Uhr
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mit Quepasa und Groupon hat Ihnen meine Kollegin Sarah Poole bereits die letzten beiden Freitage zwei interessante Unternehmen aus der Internetbranche vorgestellt. Neben den Börsenneulingen Facebook, LinkedIn und Twitter sind Internet-IPO's dieses Jahr der Renner unter den Aktien. Der Hype lässt die Aktien durch die Decke gehen und die Unternehmensbewertungen utopisch wirken. Und diese Hysterie geht sogar so weit, dass viele Analysten schon von einer neuen Internetblase sprechen und vor Käufen warnen.
Keine fünf Jahre alt und schon Milliardenschwer
Die Newcomer Facebook, Zynga, Groupon, Twitter und LinkedIn sorgen für ordentlich Zündstoff an den Börsen weltweit. Social Networks kann man in wenigen Monaten konzipieren und in Rekordgeschwindigkeit weltweit verbreiten. Dabei ist für den Aufbau und Betrieb nur ein geringes Startkapital notwendig. Facebook beispielsweise wurde erst 2004 gegründet und soll die 2 Mrd. US-Dollar-Umsatzgrenze bereits 2010 geknackt haben. Weltweit loggen sich derzeit 600 Mio. Mitglieder ein. Aktuell wird Facebook bereits schon mit 70 Mrd. US-Dollar bewertet, was das 35-fache vom 2010er Umsatz entspricht.
Vom Hype profitieren
Bereits im vergangenen Jahr gab es zwei Unternehmen, die für große Schlagzeilen sorgten. Können Sie sich noch an das Videoportal Youku.com und an den chinesischen Online-Buchhändler Dangdang erinnern? 160% bzw. 87% konnten Anleger damals in den ersten Handelstagen verdienen. Der seit Mai börsennotierte LinkedIn schoss um fast 170% in die Höhe. Mit der russischen Suchmaschine Yandex waren vor Kurzem immerhin noch 55% Kursplus zu machen. Jetzt steht ein neues IPO vor der Türe. Der Online-Spielehersteller Zynga steht in den Startlöchern. Lt. "Wall Street Journal" erzielte der Konzern 2010 400 Mio. US-Dollar Gewinn bei 850 Mio. US-Dollar Umsatz. Eine Marge, an der Aktionäre gerne beteiligt wären. Die Gewinnmarge von Facebook liegt bei "nur" ca. 30%. Und die Online-Spiele-Branche steckt noch in den Kinderschuhen.
Erfahrene Analysten denken an die Dotcom-Blase zurück. Damals verloren Privatanleger viel Geld. Panikverkäufe schluckten die letzte Hoffnung und das Vertrauen in Aktien sank enorm. Eine Wiederholung eines solchen Szenarios ist für viele Profis angesichts der derzeitigen Unternehmensbewertungen im Internetbereich wieder möglich.
Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Börsenwoche.
Ihre
Natalin Grom
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