Neue Impulse werden benötigt
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 16. August 2010, 08:30 Uhr
es war kein Befreiungsschlag, aber zumindest konnte die Talfahrt dank des US-Verbrauchervertrauens vorerst gestoppt werden. Als der Dax schon die magische 6.000er-Marke anvisiert hatte, brachten die leicht über den Erwartungen liegenden Zahlen der Universität Michigan eine Wende. Das Signal ist aber zu schwach, um davon auch noch diese Handelswoche zu profitieren. Da muss noch mehr kommen! Erst wenn konjunkturelle Meldungen wieder auf eine stabilere Verfassung der US-Wirtschaft hindeuten, verfliegen die Ängste der Marktteilnehmer.
In Japan gelingt dies vorerst nicht. Das Bruttoinlandsprodukt wächst kaum, und zieht den Nikkei nach unten. Insgesamt ist kritisch anzusehen, dass die Berichtssaison, die viel Freude bereitete, bald ausläuft. Auf das Gegenstück zu den meist negativ ausgefallenen Konjunkturmeldungen müssen die Marktteilnehmer also nahezu verzichten. Trotz Sommerloch könnte dennoch eine sehr interessante Zeit anbrechen, zumindest für Bären. Interessant ist auch, dass die europäische Gemeinschaftswährung weiter gegen den Dollar verliert. Die Kursentwicklung koppelt sich von den jüngsten Erkenntnissen, die durch Konjunkturmeldungen gewonnen werden, ab. Die Daten sprechen für den Euro, aber der Dollar legt zu. Auch dies muss sich bald wieder umkehren.
Der Kurzüberblick:
| Dax: | -0,40% |
| Dow Jones: | -0,16% |
| S&P 500: | -0,40% |
| Nasdaq: | -0,73% |
| EUR/USD: | +0,32% |
| Gold: | -0,01% |
| Silber: | +0,22% |
| Öl (Sorte Brent): | -0,13% |
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind. Trading-Ideen anderer Handelsinstrumente werden im CFX Broker Blog vorgestellt.
Dax (DAX.I): eine herbe Niederlage
Dank des US-Verbrauchervertrauens kam es kurz vor dem Erreichen der markanten Unterstützung bei 6.060 Punkten zum Gegenstoß. Der Dax konnte so wieder die 6.100er-Marke zurückerobern und hielt damit auch seinen Tagesverlust in Grenzen. Auf Wochensicht musste der deutsche Leitindex hingegen eine herbe Niederlage einstecken. Am Monat fehlten nur ein paar Punkte zum Jahreshoch, dann begann die 6.000er-Marke ihre Anziehungskraft mehr und mehr auszuspielen.
Die ersten Indikationen zum Wochenanfang deuten auf eine freundliche Eröffnung hin. Exakt auf der 50er-Durchschnittslinie (blaue Linie) tänzelt der Dax hin und her. Im Laufe des Tages wird sich sein Bewegungsradius sicher ausweiten. Oberhalb der aktuellen Notierung wird dieser dann möglicherweise bei 6.160/65 Punkten eingegrenzt. Hier gehe ich short, wenn der Dax nicht weiter vorankommt. Wird aber das Widerstandsband gerissen, gehe ich long mit Kurs-Ziel 6.200 Punkte. Auch dort dann wieder das gleiche Spiel: Short - und vorherige Gewinnmitnahme - bei zu starkem Widerstand und long bei Überschreiten der Grenze.
Sind es aber die Bären, die sich im Laufe des Tages mehr und mehr durchsetzen, dann ist natürlich die runde Kurs-Marke bei 6.100 Punkten von großer Bedeutung. Wird diese nach unten verlassen, gehe ich short mit Kurs-Ziel 6.060 Punkte. Zeigen sich hier, oder aber bereits eine Etage höher bei 6.100 Punkten, wieder die Bullen, decke ich Short-Positionen ein und gehe im Anschluss long. Ebenfalls long ist angesagt, wenn nach deutlich tieferen Notierungen die 6.100er-Hürde zurückerobert werden kann.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Die 6.000er-Marke ist nicht mehr fern. Eine Schwächephase dürfen sich die Bullen nicht mehr leisten.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.

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