Neue Entwicklung im Explorer-Sektor nach NovaGold-Implosion
Profit Radar zum Thema Gold als Geldanlage
vom 11. Dezember 2007 19:00 Uhr
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Die Aktie von NovaGold brach daraufhin um -53% ein. Keine Frage – das ist ein schwerer Rückschlag für die gesamte Explorer-Branche. Denn NovaGold war eben kein drittklassiger, unbekannter Explorer, dem ein kleines Nickelprojekt irgendwo in Südamerika platzt. Sondern es war eben ein Liebling der Investoren und galt als Musterknabe.
Spätestens jetzt ist also die blinde Euphoriestimmung für Rohstoff-Explorer nach dem schlimmen Rohstoff-Skandal im Sommer endgültig vorbei. Wie Sie wissen, ist das in meinen Augen eine sehr, sehr positive Entwicklung. Doch erst auf mittelfristige Sicht. Denn es hat natürlich zur Folge, dass sich die Aktienkurse nun stärker anhand der fundamentalen Unternehmensentwicklung orientieren – und damit wird es natürlich seine Zeit dauern, bis die Aktie die gewünschten Kurssteigerungen aufwiesen.
Das Galore Creek-Desaster von NovaGold wirft jedoch weite Schatten auf die gesamte Explorerbranche und belastet die Branche derzeit. Was bedeutet nun die Entwicklung bei NovaGold für den Explorer-Sektor? Die Lehre aus dem NovaGold-Desaster ist: Investoren müssen noch genauer auf die Entwicklungskosten achten.
Ich gehe davon aus, dass wir aufgrund der Erfahrungen bei NovaGold im Explorer-Sektor in der Zukunft einen Trend sehen werden, der weg von Unternehmen mit Projekten mit hohen Entwicklungskosten und hin zu Explorern mit Projekten mit überschaubaren Entwicklungskosten führen wird. Im Klartext bedeutet das: Explorer mit aufwendigen Untertage-Projekten, die tief unter die Erde gehen und deshalb hohe Aufbaukosten haben, werden nach der NovaGold-Bombe wahrscheinlich nun eher gemieden.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi
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