Nestlé: Jahreszahlen überraschten Anleger
Katja Kram in Insider Daily
vom 19. Februar 2010, 14:30 Uhr
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heute präsentierte der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé den Jahresabschluss für 2009. Auch wenn der Reingewinn zurückgegangen ist, schaffte es der Konzern die Erwartungen des Marktes zu übertreffen. Die Bilanz für 2009 fiel bei Nestlé dann doch besser aus, als es von der Analystenschar erwartet wurde.
Drastischer Gewinnrückgang in 2009
Wie der Konzern meldete, ist der Reingewinn im abgelaufenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um rund 40% auf 10,4 Mrd. Franken gefallen. Dies lag allerdings auch daran, dass im Jahr 2008 der Verkauf einer ersten Beteiligung am US-Kontaktlinsenmittel-Hersteller Alcon mit rund 9 Mrd. Franken in den Büchern stand. Sondereffekte dieser Art sind in diesem Jahr nicht zu verbuchen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte sich leicht von 15,676 auf 15,699 Mrd. Franken.
Der Umsatz blieb gegenüber dem Vorjahr zurück. Aber unter Berücksichtigung von Wechselkursverlusten verbucht der Konzern beim Umsatz im Gesamtjahr 2009 rund 108 Mrd. Franken. Dennoch sahen sich die Analysten von diesen Zahlen positiv überrascht, denn das Gros der Zunft war von einem durchschnittlichen Reingewinn in Höhe von 10,26 Mrd. Franken und einem Umsatz von 105,69 Mrd. Euro ausgegangen.
Auch in Krisezeiten ist organisches Wachstum möglich
Im Jahr eins nach Ausbruch der Wirtschaftskrise erfreute sich Nestle weiterhin bester Beliebtheit was Nachfrage nach Nestlé-Produkten anbelangt. Auch wenn der Denn trotz leicht rückläufiger Umsatzzahlen im Gesamtjahr 2009, schaffte es der Konzern doch organisch um 4,1% zu Wachsen. Für das laufende Jahr erwartet Nestle deshalb auch eine weitere Steigerung des organischen Wachstums und der Ebit-Marge.
Aktionären winkt eine höhere Dividende
Nach den überraschend guten Jahreszahlen für 2009 wird der Lebensmittelriese den Aktionären eine deutlich höhere Dividende in Aussicht. Sie sollen 1,60 Franken je Aktie erhalten - das sind etwa 14% mehr als ein Jahr zuvor, als die Ausschüttung 1,09 Euro je Aktie betragen hatte. in 2008 wären das etwa 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Außerdem kündigten die Eidgenossen den Rückkauf von Aktien im Wert von zehn Milliarden Franken (6,8 Milliarden Euro) an. Bereits 2009 hatte der Konzern eigene Papiere im Wert von sieben Milliarden Schweizer Franken erworben.
Nestlé ist noch immer günstig bewertet
Im Focus Money ist aktuell zu lesen: "Nachhaltiges Wachstum, eine gute Position in den Emerging Markets und eine blitzsaubere, solide Bilanz kennzeichnen den Branchenprimus. Die Zahlen, die am kommenden Freitag bekannt gegeben werden, dürften wenig Überraschungen bringen - Anleger warten allenfalls gespannt auf den Ausblick für 2010 und die Dividendenankündigung. Derzeit liegt die Dividendenrendite um drei Prozent. Am Schokoladenmarkt sind die Schweizer am Weltmarkt auf Rang drei zurückgefallen. Dass sie mit dieser Position glücklich sind, ist unwahrscheinlich. Ein Angebot für den US-Schokoladenhersteller Hershey gilt als wahrscheinlich - wohl aber wegen der komplizierten Eigentümerstruktur noch nicht 2010. Günstiger Riese. Trotz der jüngsten Kursgewinne ist die Nestle-Aktie immer noch günstig bewertet."
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
Ihre
Katja Kram
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