Nervosität bleibt im Markt
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 13. Juli 2009, 08:30 Uhr
derzeit beherrscht der Zweifel an einer baldigen Konjunkturerholung die Märkte. In dieser Woche könnten die Zweifel verfliegen, da eine Reihe bekannter (und relevanter) Firmen ihre Zahlen für das zweite Quartal präsentieren. Dann könnte endlich Gewissheit bestehen über die wirkliche Lage der Konjunktur. Viel entscheidender als die Zahlen selbst sind aber die Aussichten, die die Unternehmer für die Zukunft bekannt gebgen. Auch einige Konjunkturdaten werden im Laufe der Woche die Stimmung der Marktteilnehmer und damit die Kurse beeinflussen. Heute ist der Tag der Woche, der bezogen auf die Unternehmens- und Konjunkturnachrichten am wenigsten Überraschungspotenzial aufweist. Wie immer, wird aber auch die heutige Rede des EZB-Präsidenten - Herrn Trichet - aufmerksam verfolgt werden.
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades. Natürlich werden sich im Laufe des Handelstages auch noch andere interessante Trading-Chancen ergeben. Wie sich der Handelstag dann genau entwickelt hat, erfahren Sie in der Abendausgabe gegen ca. 19.00 Uhr.
Nichts ist sicher an der Börse!
Dax (DAX.I)
Der Wochenbeginn wird wohl schlecht ausfallen, falls die Vorgaben der Börsen aus Fernost so fortgesetzt werden. Vorbörslich zeigt sich schon die Schwäche, die auch noch durch negative US-Futures verstärkt wird: Der Dax wird um 8.00 Uhr nur noch bei 4.550 Punkten gesehen. Damit hat er wieder das Kurs-Niveau des letzten signifikanten Tiefs erreicht. Umso mehr schmerzt nun der Verlust-Trade vom Freitag. Nahe des Tageshochs wurde mein Short-Trade ausgestoppt.
Gleich zu Beginn der Handelswoche wird also das favorisiertes Szenario meines Wochenausblicks gestartet. Das Wochenziel lautet nun 4.400 Punkte. Doch die vielen kursrelevanten Veröffentlichungen haben durchaus das Potenzial, die Märkte wieder zu beruhigen oder nach oben zu schicken. Es bleibt also dabei: Trades sind weiterhin eng abzusichern. Nichts ist sicher an der Börse!
Nach oben ist die Chance begrenzt
Schwierig wird es sein, wieder einen passenden Einstieg zu finden. Mit dem nachhaltigen Verlassen der Kurs-Zone um 4.550 Punkte gehe ich jedenfalls short. Kann sich dort jedoch der Dax halten oder aber nach einem Unterschreiten diese Zone wieder zurückerobern, ist ein kleiner Long-Versuch vertretbar. Ebenso hellt sich das Bild auf, falls sich der deutsche Leitindex über die 4.600er-Marke bewegen kann. Einen Anstieg über die 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) schließe ich dabei aber nahezu aus. Tritt das favorisierte Short-Szenario ein, dann sollte die erste Unterstützung bei 4.480/4.500 Punkten liegen. Hier sind dann wieder beide Varianten möglich: Also short und long. Versagen dem Dax auch hier Kräfte bzw. kann er auch auf diesem niedrigen Niveau keine Kräfte mobilisieren, ist das Wochenziel von 4.400 Punkten sehr schnell erreicht. Hier gilt es dann, sich wieder neu zu orientieren (neue Widerstands- und Unterstützungszonen auszumachen etc.).
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Bereits zu Handelsbeginn wird sich der Dax mit einer relevanten Kurs-Zone „herumschlagen" müssen. Die Eröffnung wird am letzten Tief bei 4.550 Punkten erwartet.