Nebenwerte
Investors Daily zum Thema Nebenwerte
vom 31. März 2010, 18:00 Uhr
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Wer sich schon längere Zeit mit der Geldanlage in Nebenwerte beschäftigt, weiß: Nebenwerte-Aktien aus dem TecDax oder SDAX beispielsweise, bringen langfristig höhere Gewinne als der breite Markt mit den Blue Chips in den Leitindizes wie Dax oder Dow Jones.
Sehen Sie sich einmal langfristige Studien dazu an: Einer Untersuchung in den USA zu Folge brachten brachten kleine Nebenwerte (Small Caps) in den Jahren zwischen 1925 und 1999 eine durchschnittliche Jahresperformance von 12,7 Prozent. Die großen Standardwerte aus der ersten Reihe brachten dagegen nur einen jährlichen Zugewinn von 11,0 Prozent.
"1,7 Prozent Unterschied pro Jahr? Das ist nicht sonderlich überzeugend!" sagen Sie jetzt vielleicht. Wer kurzfristig denkt, mag auf den ersten Blick wohl Recht haben. Aber kurzfristig denken ist nichts für Börsianer! Tatsächlich sind Aktien für den Vermögensaufbau nämlich nur dann sinnvoll, wenn man mittel- oder noch besser langfristig denkt.
Eine einfache Rechnung zeigt uns, wie sich der oben genannte Performance-Unterschied im Wertpapier-Bereich zwischen Nebenwerten und Blue Chips im Laufe der Zeit auswirkt.
Das wird aus einem Startkapital von 10.000 Euro, bei einer jährlichen Performance von 11 bzw. 12,70 Prozent:
|
| 11% | 12,70% |
| 5 Jahre | 16.851 € | 18.181 € |
| 10 Jahre | 28.394 € | 33.055 € |
| 15 Jahre | 47.846 € | 60.098 € |
| 20 Jahre | 80.623 € | 109.264 € |
Angenommen Sie starten mit einem Anfangskapital von 10.000 Euro. Bei 11,0 Prozent durchschnittlicher Jahres-Rendite wurde aus Ihrem Geld in 20 Jahren ein Vermögen von 80.623 Euro.
Sehen Sie sich aber nun die Entwicklung bei einer jährlichen Rendite von 12,7 Prozent an. Aus 10.000 Euro werden dabei nicht 80.000 Euro sondern satte 109.264 Euro. Sie haben mit Small Caps also in 20 Jahren 50 Prozent mehr verdient als mit den Schwergewichten in den Leitindizes. Und das bei einem jährlichen Renditeunterschied von „nur" 1,7 Prozent.
Nebenwerte: MDAX schlägt Dax
Wie sieht die Entwicklung in Deutschland aus? Nehmen wir einfach den Zeitraum der letzten 11 Jahre und vergleichen einmal den MDax mit dem Dax im folgenden Chart.
Seit September 1999 kletterte der MDAX um etwa 83 Prozent nach Prozent. Die Dickschiffe im DAX dagegen kommen auf eine Gesamt-Performance von nur 17 Prozent.
Die Aktien der zweiten Reihe im MDAX brachten den Anlegern somit in nur 11 Jahren den fünffachen Gewinn! Hinzu kommt der Faktor Dividenden: Wenn Sie auf Firmen setzen, die eine nachhaltig hohe Ausschüttung bieten, können Sie im Durchschnitt noch mehr Geld verdienen. Zum Schluss noch eine Definition aus dem Nebenwerte Insider:
"Nebenwerte sind Aktien von Firmen, die von Analysten, Anlegern und Massenmedien wenig bis gar nicht wahrgenommen werden, obwohl es sich dabei oft um weltweit tätige Unternehmen handelt. Konsequenz aus dieser relativen Unbekanntheit: viele dieser Nebenwerte sind unterbewertet, ein Investment damit in der Regel besonders lukrativ."
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