Nacktscanner bald auch in China?
Volkmar Michler in Profit Radar
vom 18. Februar 2010, 19:00 Uhr
ENL5462
Wenn Sie als Journalist nach China reisen möchten, können Sie sich auf einiges gefasst machen. Entweder wird Ihr Visum von vornherein abgelehnt oder Sie müssen eine detaillierte Liste vorlegen, wann Sie wo mit wem warum über welche Inhalte sprechen wollen. Das Reich der Mitte - irgendwo zwischen Panik und Paranoia.
Was erwartet mich vor diesem Hintergrund bei der Einreise nach dem fast 12-stündigen Flug von Frankfurt in die südchinesische Millionen-Metropole Guangzhou? Einige Reisende, aber auch Uniformierte laufen am Flughafen mit einem Mundschutz herum.
Das erstaunt mich nicht weiter. Denn das habe ich bei meiner letzten Asien-Reise schon erlebt: Menschen auf der Straße, in Zügen, in Bussen, in Geschäften, die sich mit einem Mundschutz vor Ansteckungen oder einfach nur vor dem Smog schützen wollen.
Ob ein Mundschutz wirklich vor Schweinegrippe hilft, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls habe ich mich vor der Abreise vorsorglich gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Auch die chinesischen Behörden nehmen das Thema sehr ernst. Vor den Schaltern der chinesischen Grenzbeamten, an denen sich nach der Ankunft lange Schlangen bilden, befinden sich riesige Plakate auf englisch und chinesisch mit Warnhinweisen zur Schweinegrippe. Den Behörden ist das aber nicht genug.
Kurz bevor ich meinen Reisepass dem Grenzbeamten überreiche, weist dieser mich darauf hin, auf einem bestimmten Punkt stehenzubleiben. Den Grund dafür sehe ich auch: Wärmekameras. Flächendeckend wird die Temperatur der Passagiere gemessen.
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