Nachtrag: Bill Clinton und die Finanzkrise
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 5. Mai 2010, 16:00 Uhr
ENL5454
vielleicht erinnern Sie sich noch an meinen Hintergrund-Artikel "Bill Clinton und seine Freunde von der Wall Street" vom 27.11.2009?
Dort wies ich u.a. auf die Schlüsselrolle Clintons bei der Beseitigung des sog. "Glass-Steagall-Gesetzes" hin. Auch fielen dort die Namen Rubert Rubin und Larry Summers...
Bemerkenswerterweise erschien vor wenigen Wochen ein TV-Interview mit Bill Clinton, in dem er zugab, er habe bei der Regulierung im Derivatebereich "Fehler gemacht" und "schlechte Ratschläge" von seinen damaligen Beratern erhalten, d.h. u.a. besonders von Rubert Rubin und Larry Summers (der arme Ex-Präsident... als ob er nicht ganz genau gewusst hätte, was er damals bewusst und mit voller Absicht für seine Bankerfreunde tat. Dass ich nicht lache...).
Kurz darauf schiebt er natürlich noch, wie es sich für einen "anständigen" Politiker gehört, einen Großteil der Verantwortung auf die nachfolgende Regierung Bush ab. Man hätte unter Bush besser auf die Finanzindustrie aufpassen müssen, etc.
Der wirklich interessante Punkt ist jedoch, dass er zugibt, dass seine Berater von damals "schlecht" waren, was Derivate angeht. Doch wie kann es sein, dass genau wieder diese "schlechten" Leute nun Obama "beraten" (z.B. Herr Summers)?
Wieder mal alles nur Zufall?
Beste Grüße
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Dr Papp Ernoene Ungarn (11.05. 2010 22:18 Uhr):
Sehr geehrter Herr Hahn! Die Geschichte zu kennen ist Pflicht, um dadurch Fehler in der Zukunft zu vermeiden. Aber die Menschheit, oder jedenfalls die von uns gewählten Politiker handeln leider nicht rational. Das eine Katastrophe auf uns zukommt ist gewiss. Könnten Sie ev. in einer Ihren nächsten Beiträgen darauf eingehen, welche Ereignisse Sie für die nahe Zukunft erwarten? Es wäre sehr hilfreich, denn man könnte sich dadurch besser vorbereiten. Mit freundlichen Grüßen:
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