Nachsatz
Daniel Fehring in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 22. Dezember 2006 08:30 Uhr
ENL5454
Noch eine „lustige“ Geschichte zum Schluss. Als ich gestern Abend die Tagesschau sah, wurde bekannt gegeben, dass die Krankenkassen die Beiträge für 2007 erhöhen werden. Frau Ulla Schmidt, ob man sie mag oder nicht, hat es in diesem Fall gut auf den Punkt gebracht.
Die Krankenkassen geniessen aufgrund der gesetzlichen Grundlage eine klare Monopolstellung. Wenn schon die Beiträge erhöht werden, dann sollten die Krankenkassen auch erklären warum. Die Kommunen und die BfA schliessen dieses Jahr mit Gewinn ab und nur die Krankenkassen müssen Ihre Beiträge erhöhen.
Es kommt mir so vor wie auf der Bilanzpressekonferenz von der Allianz AG im Jahre 2001, in der in einem Satz eine Erhöhung der Beiträge von 3% bekannt gegeben wurde und zugleich der grösste Gewinn in der Unternehmensgeschichte bekannt gegeben wurde.
Auf die Frage wie diese Erhöhung der Kassen zu erklären sei, antwortete ein Sprecher der Krankenkassen, dass die
Ausgabendynamik
der Kassen zu gross ist.
Ich schlage dieses Wort für das Wort des Jahres 2007 vor. Ich kann nur sagen, dass für solche Aussagen meine Einkommenslethargie zu gross ist.
Auf jeden Fall ist für die meisten Arbeitnehmer Ihre 1,8 prozentige Lohnanpassung damit verschwunden.