Nachösterliche Rekorde
Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 9. April 2010, 07:30 Uhr
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Am gestrigen Donnerstag spitzte sich einmal mehr wieder die Sorge um den Zustand der griechischen Staatsfinanzen dramatisch zu. Zeitweise schoss die Rendite für zehnjährige griechische Staatsanleihen auf mehr als 7,5 Prozent hoch.
Steil ansteigende Risikoprämien
Den dritten Tag in Folge stehen nun hellenische Staatsanleihen massiv unter Verkaufsdruck. Die Alarmglocken sollten auch nicht zuletzt deswegen laut schrillen, weil mittlerweile zweijährige Staatanleihen höher rentierten als die Zehnjährigen (und zwar mit bis zu 7,6 Prozent). Die Risikoprämien gegenüber deutschen Staatsanleihen weiteten sich weiter auf Rekord-Niveaus aus. Ganz extrem verhält es sich bei den Zweijährigen, wo der Aufschlag für die Hellenen bei sage und schreibe 6,7 Prozent liegt. Am langen Ende beträgt indes die Risikoprämie nur" fast 4,5 Prozent.
Zeit für Nothilfe
Der Rating-Agentur Fitch zufolge sei es nun dringend geboten, dass die Hellenen bei IWF und EU um Nothilfe ersuchen. Wortwörtlich sagte Fitch Anlayst Pryce, dass es an der Zeit sei, dass die Euro-Zone und die griechische Regierung das wahre Ausmaß ihrer Probleme anerkennen müsse". Bereits am 20.4. benötigen die Griechen 8,2 Milliarden Euro zur Tilgung einer alten Anleihe.
Griechischer Bank-Run
Weiters standen auch die Aktien griechischer Banken massiv unter Druck. Deren Notierungen brachen um bis zu sieben Prozent ein. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge gibt es seit Tagen Berichte, dass Bankkunden Gelder von griechischen Banken abziehen. Insgesamt sollen in den vergangenen drei Monaten acht Milliarden aus dem griechischen Banksystem abgezogen worden sein. Die Gelder seien nach Großbritannien, Zypern und in die Schweiz geflossen.
Ja, liebe Leserin, lieber Leser, das griechische Drama spitzt sich auch nach Ostern weiter zu. Und es bleibt spannend, ob am Ende des Tages nicht doch der deutsche Steuer-Michel -zumindest möglicherweise über diverse Hintertüren und juristische Kunst-Stücke - für die hellenische Misere wird bluten müssen.
Goldpreis in Euro auf Rekordkurs
Nicht allzu verwunderlich ist es folglich, wenn das Investoren-Vertrauen in die europäische Gemeinschaftswährung nicht sonderlich fest ist. Vorsichtig formuliert. Böse Zungen würden in diesem Kontext ja schon von einer Flucht aus dem Euro sprechen. Fakt ist jedenfalls, dass der Goldpreis in Euro von Rekord zu Rekord eilt. Und auch das alte Rekord-Niveau - noch aus DM-Zeiten - ist mittlerweile überwunden.
Aktuell kostet eine Unze des gelben Edelmetalls 861 Euro. Zeitweise lag gestern der Preis gar bei 864 Euro. Für eine Unze der Anlagemünze Krügerrand mussten um die 890 Euro bezahlt werden.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Dr Heinemann (09.04. 2010 16:12 Uhr):
Sorgen Sie bitte mit allen Kräften und Möglichkeiten dafür, dass die Griechen den Euro-Raum sofort verlassen. Aktivieren sie jeden Deutschen um Druck auf Merkel zu machen. Die Griechen müssen freiwillig gehen!
Antworten - Kommentar von Rummel (10.04. 2010 12:21 Uhr):
Es kann nur noch als kriminell bewertet werden, sollte die BRD-Regierung auf Kosten der Steuerzahler einer Finanz-hilfe für Griechenland zustimmen, ob- wohl die rechtlichen Voraussetzungen nicht bestehen. Die BRD ist ohnehin bereits seit Jahren der größte Netto-zahler in der EU zu Lasten der Deutschen. Und damit verbunden hat die Steuerbelastung unerträgliche Aus-maße erreicht die jede weitere Ent-wicklung behindert oder verhindert.
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