Nachfrage nach Solarmodulen zieht an
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Nebenwerte
vom 29. Juni 2009, 17:00 Uhr
ENL5462
Da ich vergangene Woche hier über das ehrgeizige Projekt Desertec" geschrieben habe, will ich kurz auf die Situation des prominentesten Mitglied des Sektors eingehen. Eigentlich war ich ja etwas verwundert darüber, dass die Resonanz der Anleger auf das ehrgeizige Projekt nicht etwas positiver war. Möglicherweise ist die Zurückhaltung der Investoren aber auch positiv zu werten, da wir demnach noch meilenweit von der früheren Goldgräberstimmung entfernt sind. Evtl. ist die fehlende positive Reaktion aber auch ein Hinweis darauf, dass sich die Anleger schon längst im Sektor positioniert haben und auch nach positiven Nachrichten nicht mehr bereit sind, ihre Positionen aufzustocken. Das wäre natürlich negativ und würde für das beginnende Sommerloch nicht viel Gutes bedeuten.
Konkret sagte Solarworld-Chef Frank Asbeck, dass er erste Aufhellungen am kriselnden Solarmarkt sähe. Nachdem die Preise für Solarmodule dieses Jahr um weitere 20 Prozent gesunken seien, würden viele Privatleute nun wieder vermehrt Solaranlagen bestellen. Für das zweite Quartal kündigte Asbeck ordentliche" Zahlen an, mit einem höheren Umsatz als im ersten Quartal" (176 Millionen Euro). Allerdings werde die Marge aufgrund der gesunkenen Preise niedriger ausfallen. An der bestehenden Gesamtjahresprognose, den Umsatz von 900 Millionen auf über eine Milliarde Euro zu steigern, wollte Asbeck nicht rütteln.
Chart Solarworld
Quelle: tradesignalonline.com
Verkaufssignal im P & F-Chart
Sowohl im traditionellen Kerzenchart als auch in dieser Schreibweise macht Solarworld einen besonders attraktiven Eindruck. Ganz im Gegenteil erkennen Sie sogar ein bestätigtes Verkaufsignal im P & F-Chart. Dieses wird von der sehr langen O-Säule im rechten Bereich der Grafik gebildet, die die vorhergehende O-Säule unterschreitet. O-Säulen visualisieren Angebotsüberhänge, X-Säulen stehen für die Nachfrage! Auch die kurze X-Säule nach der langen Angebotssäule" zeigt, dass die Bullen nicht so recht beißen" wollen. Mittlerweile notiert die Aktie in einem recht guten Unterstützungsbereich, der allerdings noch Spielraum runter bis 15 Euro aufweist. Problematisch sehe ich auch die wichtigen Durchschnittslinien, die alle oberhalb des Kurses notieren. Auch der Macd macht keinen überzeugenden Eindruck!
Wann es aus fundamentaler Sicht wieder Sinn in diesen oder andere Werte einzusteigen, erfahren Sie sehr präzise aus dem Nebenwerte Insider des Kollegen M. Schrade!
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die schweißtreibende neue Woche!
Herzliche Grüße
Ihr Klaus Buhl
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