Nachdem sich der Staub gelegt hat, steht Gold gut da – Teil 1
Ed Bugos in Traders Daily zum Thema Rohstoffe
vom 9. Dezember 2008, 12:00 Uhr
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Die Erholung des Goldpreises Ende Oktober fiel nicht ganz so spektakulär aus wie der Zuwachs Mitte September. Sie wird auch zu einem guten Ende gebracht, auch wenn der Schwung etwas nachgelassen hat, als die Bullen den Widerstand in der Nähe der 850 Dollar angriffen.
Die Erholung war idiotensicher. Es gibt heute eine starke Unterstützungslinie bei 700 Dollar, wo im Jahr 2006 und in der ersten Jahreshälfte von 2007 noch Widerstand geleistet wurde. Mehr noch, der Markt war und ist überverkauft.
Beschleunigt wurde das durch die Nachricht, dass die amerikanische Regierung Citigroup retten musste. Gemessen an Gewinnen, ist Citigroup die größte Bank der Welt. Dieses Ereignis war der Auslöser für neue Sorgen über die Wirtschaft, die in der vergangenen Woche auf Aktien und auf Gold lasteten, oder zumindest eine Entschuldigung boten, einige Gewinne beim letzteren einzustreichen.
Die große Frage heißt heute, ob es einfach nur eine Erholungsphase ist, die die Gewinne zurückverfolgt und die letzten Endes den Weg für neue Tiefstwerte freimachen wird. Anderseits könnte es auch sein, dass wir die Talsohle bei Gold damit schon gesehen haben, wobei diese Erholung dann nur die erste in einer Reihe von vielen sein wird, die noch kommen werden.
Ich gehe nicht davon aus, dass ein Chart allein diese Frage beantworten kann. Im Grunde genommen ist die Struktur der Märkte jetzt gesund und was die Grundlagen betrifft, sollte Gold nicht sehr lange unter 1.000 Dollar bleiben.
Ich habe sogar das Gefühl, dass sich der Markt schon für einen haussierenden Schritt wappnet.
Bitte erlauben Sie mir, dass ich einige der haussierenden Faktoren anspreche, die hier ins Spiel kommen.
„Ungeachtet der vielen Entwicklungen an der Front der Rettungsaktionien in den vergangenen sechs Wochen, fährt die New York Times, genauso wie andere Medien, fort, die Insider der Wall Street zu zitieren. Diese berichten, dass „man es mit einem gefrorenen Markt zu tun hat." Auf welchem Planeten leben diese Typen? Es ist sicher nicht der gleiche, auf dem die amerikanische Zentralbank ihre Daten bezieht. Auch ich habe dieses Lied viele Wochen lang im Einklang mit den Medien gesungen, aber ich werde es nicht weiter singen, bis jemand bei den Nachrichtenmedien aufwacht und feststellt, dass diese ganze Geschichte vom „eingefrorenen Kreditmarkt" blanker Unsinn ist. Seht euch doch verdammt noch mal die Daten an."
- Robert Higgs, Autor von "Crisis and Leviathan, in einem jüngeren Essay über die Rettungsprogramme.
Die Grundlagen sind, bezogen auf Gold, ganz deutlich haussierend. Ich würde gerne behaupten, dass sie, bezogen auf den Dollar unerfreulicher aussehen, aber die Wahrheit ist, dass sie für alle Papierwährungen unerfreulich wirken. Abgesehen von der Bank of Japan inflationieren alle wie wahnsinnig. Unter den G-7-Staaten wächst die Geldmenge M1 um 7-10% im Jahresvergleich, in den Vereinigten Staaten, in Kanada, in Großbritannien und Australien - und in Schwellenländern wie China sogar um noch mehr. Und das wird sich jetzt noch beschleunigen.
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