Nach der Wahl
Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 29. September 2009, 07:30 Uhr
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Am Tag nach der Bundestagswahl kletterte der deutsche Leitindex auf ein neues Jahreshoch. Am Montag-Abend stand ein Plus von fast drei Prozent bzw. ein Endstand von 5736 Punkte auf der Tafel.
Schwarz-Gelb ideal für die Börse?"
In den Marktkommentaren wurde des öfteren betont, dass die neue Regierungskonstellation in Deutschland ideal für die Börse" sei. Vor allem die Papiere der Versorger E.ON bzw. RWE profitierten von der Hoffnung, dass die künftige Regierung die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängern werde. Andererseits entwickelten sich die vom deutschen Solarmarkt abhängigen Aktien relativ schwach, zumal Befürchtungen über Anpassungen im Erneuerbare Energien Gesetz die Runde machten. Sehr erstaunlich war auch, dass Konsumwerte wie Metro ebenfalls fest tendierten. Hier wurde die Hoffnung auf Steuererleichterungen gehandelt.
Ja, liebe Leserin, lieber Leser, ob am Ende des Tages Schwarz-Gelb" wirklich ideal für die Börse sein wird, muss sich erst noch erweisen. Ob aber angesichts der desolaten Lage der Staatsfinanzen wirklich berechtigte Chancen auf Steuersenkungen bestehen, ist mehr als fraglich.
Mehrwertsteuererhöhung noch vor 2011?
Indes betont der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Zimmermann, dass die Versprechen der beiden künftigen Partner angesichts der Haushaltslage nicht erfüllbar seien. Mittelfristig werde die Bundesregierung nicht um eine Erhöhung der Mehrwertsteuer herum kommen. Auch der Chefvolkswirt der WestLB, Dr. Sandte, erwartet allerspätestens bis zum Jahr 2011 eine Erhöhung des Regelsatzes der Umsatzsteuer um drei Prozentpunkte auf dann 22 Prozent.
Wirkung der Konjunkturprogramme in 2010
Auch der Wirtschaftsweise Bofinger meldete sich nach dem Wahlsonntag zu Wort. Überraschenderweise könne aus seiner Sicht das Jahr 2010 ein durchaus positives Jahr" mit einem BIP-Wachstum von bis zu zwei Prozent in Deutschland werden. Im nächsten Jahr werden sich die vollen Wirkungen der Konjunkturprogramme entfalten. Die Stunde der Wahrheit werde allerdings erst später, ab dem Jahr 2011, kommen.
Problemlawine erst ab 2011?
Für Herrn Bofinger werden erst dann die richtige Probleme" zu Tage treten, wenn die staatlichen Stützungsmaßnahmen auslaufen und die Arbeitslosenzahlen noch weiter steigen werden.
In der Tat könnte das nächste Jahr noch zu einer Art Übergangsjahr werden, bevor die werten Bürgerinnen und Bürger ab 2011 die Krisenrechnung präsentiert bekommen. Neben den fatalen Folgen der Finanz- und Wirtschaftkrise und der ausufernden Staatsverschuldung kommt langsam aber sicher die Negativ-Wirkung des demographischen Wandels in Spiel.
Ein Schelm, wer da an eine ähnlich deflationäre Entwicklung wie in Japan seit dem Jahr 1990 denkt....
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von e i oeltjendiers (29.09. 2009 13:59 Uhr):
Es trifft nicht zu, dass nur die Amerikaner steuerlich überall verfolgt werden.auch das gilt in der EU MFG I.
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